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ten die Bürger durch die Strassen. Die Syndiksund andere Rathsglieder begaben sich aufs Rath,Haus. Damit die Bürger sich nicht etwan der 22.Stücke zu Chantepoulet bedienen möchten, ließ derSyndik Trembley diese Stücke mit Holz verstopfen.Hierüber wurde die Verbitterung der Bürger sogroß, daß den 2. Jul. Abends um 4. Uhr ihreDepukirte die Verwachung der vornehmsten Platzebegehrten , und die Gewalt dazu ward ihnen be»willigt. Wahrend dieser Bewegungen pflanzten et-liche Bürger bey der Pforte Cornevin vier Stückeauf, weil ein Gerücht gieng, daß von dieser Seiteschweizersche Truppen anrücken würden. Bey Der«Mehrung dieses Gerüchtes ergriff die ganze Bür-gerschaft die Waffen, und bewachte selbst die Stadt-thore.
Den 8. Jul. schlug der Rath der versammeltenBürgergemeinde die Frage vor: Ob sie die Fortifi-cation fortsetzen und dazu eine fernere Auflage be-willigen wolle? Einhellig ward beydes bewilligt.Zu mehrerer Beförderung der Eintracht schlug derRath eine gänzliche Amnestie vor. Noch fordertendie Bürger über dieß von dem Rath eine feyerlicheErklärung: daß die Bürger einzig und allein durchdie Verstopfung und Wegführung der Kanonen,wie auch durch andere gfahrliche, dem Staat denUntergang dräuende Complote, Schritte und Ge-rüchte zur Ergreiffung der Waffen genöthigt wor-den. Diese Erklärung mußte, jedoch mit Weglas-sung der Worte, gefährliche und dem Staat denUntergang dräuende Complote, von dem Rathpro-tokollirt, gedruckt und unter die Bürger ausge-