theilt werden. Ferner erhielten die Bürger, daßkünftig in Criminalprozessen dem Beklagten, nebsteinem Sachwalter, noch zwölf Verwandte oder Freun-de in der Verantwortung beystehen möchten.
Auf dieses hin schien die Bürgerschaft beruhigt,auch übergab ste die Verwachung der Stadt wiederdem Rathe. Auf Ansuchen dieses letztern erschie-nen den i8. Julius Gesandte von Zürich und Bern.Der Rath und die Bürger versicherten sie, daßder Frieden ganz hergestellt sey. Bald darauf giengein Gerücht von einem Complot einiger Rathe gegenDie bürgerliche Freyheit. Sonderheitlich war immernoch wegen Verstopfung und Abführung der Kano-nen der Syndik Trembley verdächtig. Diesen Schritterklärten die Bürger in einer Declaration an denRath als tadclhaft, und der Rath sah sich genöthigt,die Declaration zu bestätigen. Aus allerley Be-sorgnissen begab sich nunmehr der Syndik Trembleyfür einige Tage auf sein Landgut. Den i. Augustthaten etliche Bürger den Vorschlag, sich seiner Per-son zu versichern. Den 2 . August, als ihm die Sol-daten des Abends die Stadtschlüssel überbringenwollten, schrien bey vierzig Bürgern, man solltesie zu dem ersten Syndik hintragen, Dieser undandere Vorfalle bewogen Trembley, daß er in einerBittschrift an den Rath seine Stelle als Syndick dela Garde aufgab. Der Rath nahm ihm aber dieStelle nicht ab.
In der Meinung, daß die größten Gefahren ver-schwunden seyn, verrciseten den n. August die eyd-genößische Gesandte wieder nach Hause. Don die-ser Jert an, suchte man alle Mittel und Wege, den