Band 
[Zweyter Theil.]
Seite
763
JPEG-Download
 

vier ältesten Geistlichen und der 34. Abgeordnetender Bürgerschaft.

Den 24. Nsv. las der erste Syndik dem kleinenRathe einen Brief vor, der von Genf nach Berngeschrieben worden, und worin man ihn als Auf-wiegler anschwärzte, der allein von allem Meisterwäre, der die Herkunft neuer cydgcnößischer Ge«sandter verhinderte, der alles zur Errichtung einesTribunals gegen Trembley, Chapeaurouge, Tron-chin u. a. angewendt hätte. Er sagte, dieser Briefsey in beyden Kantonen ausgestreut worden , erhabe das Original in der Tasche, wolle aber ausSchonung den Verfasser verschweigen u. s. w. In.deß erhielt er, daß der Rath hierüber an die Kan-tone schrieb und den namenlosen Brief als Ver-läumdung erklärte.

Auf den Bericht, daß Bern wieder Gesandte her.senden werde, liessen die Bürger Kanonen auf dieSchanzen führen, und sie versammelten sich in Com-pagnien. Den 5. Decemb. entschloß sich eine gehei-mere Comittee, eilf kleine Rathe zu entsetzen; nochgleichen Abends entdeckte sie diesen Entschluß den34. Bürger-Ausschüssen. Bis um Mitternacht strit-ten sie unter einander. Endlich vereinigten sie sich,durch Zeddel die Stimmen zu sammeln. Die mch-rern drangen auf die Entsetzung von fünf Räthenund dem Auditor Decarro. Nach Mitternacht ver-einigten sie sich auch noch über die Verbannung desSyndik Trembley.

Den 6. versammelte sich die Bürgerschaft in Com-pagnien. Viele Anwesende wiedersetzten sich demgefaßten Entschlüsse, sie wurden aber verlacht. Die