Band 
[Zweyter Theil.]
Seite
767
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Aufhebung vereinigten sich nun gar alle Bürger/ sogetheilt sie sonst waren. Zur Verhinderung grosse,rer Unruhen thaten die drey angeklagte Jünglingefreywillig Verzicht auf den Schutz des Gesetzes, undsie erhielten das gelindeste Urtheil. Diese Gelindig-keit empörte die Parthey der entsetzten Rathe. Anihre Spitze setzten sie den Lomre 6e Nomreäl, einensehr begüterten und sehr unternehmenden Bürger,erst noch die Stütze des Volkes. Einer von seinenTrabanten ward überwiesen , daß er mit Gelde vonden Bürgern Unterschriften erpreßt hatte. Der eng-lische Gesandte, Graf von Marsay, ergriff die Par->tcy der entsezten Räthe, und gab sich grosse Mühe,auch die Kantone auf ihre Seite zu bringen. Demersten Syndik LeFort, diesem grossen Volksmanne,machte er so viel Verdruß, daß er endlich bey oh-nehin zunehmenden Altersschwachheiken seine Entlas-sung begehrte. Je länger je mehr erhob sich die Par-tey des Raths, oder (wie sie auch hieß,) die Par-tey der Tamponneurs. Gar bald wurde ein Privat--gezänk zum allgemeinen Handel, als sich dabey be-wafnete Soldaten einmischten. Montreal bemäch-tigte sich des Zeughauses. Die Bürger zogen gegendas Rathhaus. Die Syndics suchten ihre Wut zubesänftigen, konnten aber das Blutvergiessen nichtgänzlich verhindern. Die Tamponeurs hakten auf ^ihrer Seite die Besatzung. Einige Bürger wurdenerschlagen. Dc la Clofüre, der französische Resident,sezte sich zwischen beyde Parteyen und beförderte ei-ne gegenseitige Amnestie. Der Rath trat der Bür-gerschaft die Bewachung der Stadt ab. Ruhig ließman die Häupter der Tamponeurs aus Genf weg-