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Haintzi im Dienste des Herzogs von Modena gehabthatte , war zerstreut worden ; seither lebte er vonWechsclgeschäften. Im Staube des Handels - Com-toirs läse er die elastischen Griechen und Römer. Erwars, der nunmehr auch S. König mit Homers Ge-nie bekannt machte. König erquickte sich bey poeti-scher Lectüre nach der kopfbrechenden Arbeit der Al-geber. Verschiedene seiner poetischen und prosai-schen Pamphlets drückten in Bern die deutschübende,gottschedische Gesellschaft zu Boden. Dadurch zog ersich Haß zu. Mit der litterarischen Ungnade wargar bald politische begleitet. Ungeachtet einiger vor»nehmen Beschützer im Rathe, ward er mit seinemBruder Daniel, ebenfalls einem geschickten Meß-künstier, in die weite Welt hinausgeworfen. Baldhernach starb sein Bruder; er aber erhielt einen Lehr-stuhl zu Franecker. Hauptmann Haintzi vertrieb sichdie fünf Jahre seiner Verbannung in Neuenbnrg.Er schrieb Couplets, Epigrammen, Oden, den Mi-sodem und die Nsllügeris su kincls. Nach seinerZurückkauft in Bern verblendete ihn der politischeEnthusiasmus so sehr, daß er sich im Jahr 1749. ineine Verschwörung verwickelte. Hier die Haupt-punkte, worüber sich die Verschworne vereinigten:
1. Sollten die alte bürgerliche Freyheiten hervorge-sucht und wieder geübt werden. 2. Sollte man dieRegenten entsetzen und in der versammelten Bürger-gemeinde neue erwählen, z. Die Sechszechner soll-ten abgeschaft, und in Zukunft die Vorsteher aufden Zünften, wie in Zürich und Basel erwählt wer-den. 4. Verschiedene Magistratspersonen sollte manzur Strafe ziehen und einige aus dem Wege räumen"