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die ich anrede'n soll, noch mehr aber der Gegen-stand meiner Rede selbst erschüttern mich so sehr,daß das beklommene Herz dem Mund alle Hilfeversagt. Indeß, Gn. HHrrn, soll ich reden, ichsoll mit Zuversicht reden. Gnade soll ich flehen, dieGroßmuth derjenigen erflehen, die selbst so grausambeleidigt worden. Ich darf es thun. Ihr selbst for-dert mich auf. Wie viel Vertrauen soll ich nicht ineure Gnade setzen? — Dürft' ich noch die zartenNamen brauchen , jene Namen, die sogleich zumHerzen dringen, die Namen von Mitbürgern, waskönnt' ich mir nicht von euerm Bürgcrherzen verspre-chen? Leider aber müssen diejenige, für die ich rede,selbst eingestehen; dieses Namens sind wir nicht län-ger würdig. Wir verdienen nicht mehr Bürger zuheissen. Gewaltsam zerrissen wir selber die Bande,die uns mit einer so glücklichen Gesellschaft vereinig-ten. Gegen unsere Vater hatten wir den Mordstahlergriffen. Und noch neigen diese beleidigte Vater sichzu uns herab; sie fragen uns: Ihr, noch erst un-sere Kinder, wie kömmts, daß Ihr so ganz dieMenschlichkeit auszieht? Ich soll für sie antwor»ten, Gn. HHrrn, und zum voraus bitte ich, höretmehr eure angebohrne Gnade als meinen schwachenDortrag:
Die Selbstliebe, in den Schranken der Ordnungdie Quelle aller Tugenden, wird Quelle alles Bösen,sobald sie jede Rücksicht auf andere Menschen ausdem Auge verliert. Von ausschweifender Ehrsuchtbesessen, gleicht der Ehrsüchtige dem Fieberhaften,der in der Verrückung dem treusten Freunde, dersich selbst den Dolch in die Brust stößt. Heute sehn