Band 
[Zweyter Theil.]
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euer Erbarmen, nicht um ihr Leben, nur um gelin-dere Todesart. Euch, Gn. HHerrn, empfehlen sieihre armen Weiber und Kinder. Diese sind schuld-los. Bleibt Ihr selbst die Vater der Wittwen undWaisen, so wie Ihr Väter des ganzen Volkes seyd.Diese in Thränen schmelzende Hinterlassene erflehnEuch um die Leichen ihrer Ehegenossen und Vater,um sie auf eignem Grunde beerdigen zu können.

Der Höchste segne ferner Eure Regierung. In ewi-ger Nacht bleibe vergessen, daß jemals Berner, daßBürger in diesen Mauren sich empört haben. Krönt,Gn. HHerren, Eure Grösse durch Gnade. Gnadegegen die Missethäter, Gnade gegen die Hinterlaß-neu, zum letzten male ruf ich Gnade!

Den 16. Jul. 1749. wurde über die drey Häup-ter der Verschwörung das Todesurtheil gefällt. Mitaußerordentlicher Geistesgegenwart empfieng Häinziden Schwerdtstreich.

Hierauf wurden den 6. und 7. August vor demgrossen Rathe noch sechs Mithafte für ewig aus demeidgenößischen Gebiete verwiesen. Drey Flüchtigge-wordene wurden im Fall der Betretung zum Todevcrurtheilt und inzwischen ihre Bildnisse auf denRichtplatz gebracht.

Häintzi's Wittwe begab sich mit ihren zween Söh-nen zu Schiffe. Beym Aussteigen an den eidgenößi,scheu Gränzen sagte sie zu den Umstehenden: Ichhabe hier meine zween Söhne , die ich mütterlichliebe; allein wenn ich wüßte, daß sie nicht einst d'asBlut ihres Vaters rächen würden, lieber wollt' ichsie sogleich da in den Fluchen untergehn sehn. Ei.ner von diesen Söhnen erhielt durch den Pros. Kö-