Band 
[Zweyter Theil.]
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nig, den Freund seines Vaters, eine Stelle bey derLeibwache des Prinz Statthalters. Die Rache, dieihm seine Mutter auftrug, übte er so, daß er seit.her manchem seiner Mitbürger gute Dienste leistete.Ungefähr dreyßig Jahre nach der Verschwörung er-hielten die Verbannte, meistens noch nicht sehr be-jahret, ihre Begnadigung. — Zur Rechtfertigungder vollzogenen Strafurtheile hatte den i 8 . Sept.1749. die Obrigkeit zu Stadt und Land ein Manifestbekannt machen lassen.

I.XXXVH.

Liviner-Aufstand im Kanton Ury *).

1755.

dem Jahre 1477. und 1480. übergaben dasDohmstift und der Herzog zu Mayland das Livi-nerthal mit allen geistlichen und weltlichen Rech,ten dem Kanton Ury; in dem Besitze wurde die-ser Kanton im I. 1437. von Pabst Jnnocenz VlII.feyerlich bestätigt. Nicht nur hatten die Urnerdieses Thal bey seinen hergebrachten Freyheitengesichert, sondern — ungeachtet einer Empörung inden Jahren 1712. und 1713. — auf künftiges Wol-verhalten dieselben vermehret. Zu neuem Frefel

*) S. Beschreibung deL urnerschen FeldzugeS im I. 175;.gegen die Rebellen in der Landsogtey Livenen. 4. Iuq beyJob. Mich« Blunschi, zweyte Auflage, mit hoher Bewil-ligung.