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rus verlangte sie auf den 2iken des Maymonatsdie Besetzung der Livinischen Gränzen.
Von dem Rathe zu Livinen forderten die Urnerdie Loslassung des obrigkeitlichen Landvogtes undZöllners; um sie zu erhalten, wurden den Aufrüh,rern auch ihre beeden Abgeordnete frey ausgeliefert.
Inzwischen hatten sich die Thalbewohner mitMunition und Lebensmikteln versorgt; eidlich hat-ten sie sich zusammen verschworen; die noch Treu-gesinnte wurden unter tödtlichen Bedrauungen aufdie Seite der Empörer gezogen; schon schickten siesich an , beym ersten guten Tage den Gotthardmit 2000 Mann zu besetzen. Durch Eilboten aberwurden den 12. May die Urner von ihren getreuenThalleuten zu Ursern hieven benachrichtigt; sogleichzogen sie bey 1000 Mann stark mit sechs Kanonen,während schwerem Platzregen, zu den Hilfsvölkernnach Ursern. Den igten Morgens bemächtigtensie sich, ohne geringsten Verlust, des Gotthard-gebürges; bey ihrer Annäherung hatte sich die Lvvinerwache geflüchtet und rusv umher wurde dieGegend mit Schrecken erfüllt.
Den iZten langten noch zwo Compagnien vonUry an und die Besatzung auf dem Gotthard wur.de verstärkt. Bey diesem glücklichen Fortgange fan-den die Urner unnöthig, die schon marschfertigen,eidgenößischen Hilfsvölker anrücken zu lassen;wegen unaufhörlichem und starkem Regenwetter blie-ben sie selbst bis auf den arten zu Ursern; den Lotenwaren die erster» von den Hilfsvölkern, die Unter-waldner, bey 800 Mann angelangt ; nunmehr,< nachdem das Wetter günstiger und die Schneepfa»