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landern sehr leicht gefährliche Gährung, intestectuel-len so wie sinnlichen Luxus erzeugen. Was vor-mahls zu den Zeilen der Reformation, in einemRicsenjahrhundert, im Grossen geschah, das ge-schah nun in dem entnervtem Zeitalter im Kleinen.Ein Extrem erzeugte das andere. Wer nicht Lusthatte, sich mit den Dornen und Disteln dürrerScholastik zu füttern, griff nach dem giftigen Un-kraut der Schwärmerey' und des Pietismus. Hierzu kam noch die Polemik, welche zwischen den Re-formirten und den Ratholiken eben so wol mitKaulen als mit der Feder geführt ward. Aus-schließend und unduldsam war man Katholik oderProtestant, Formularist oder Antiformularist, gleichdem Fackir, welcher eben darum rund umher nichtssieht als seine Nasespitze, und welche ihm eben da-rum so ungeheuer groß scheint, weil er unverrücktden Blick nur auf sie herabsenkt.
Mit Eifersucht begleitet, erzeugte die Theologie,wie die Liebe, romantische Helden, die ihrer Dul-cinnec alles und sich selbst aufopfern. Gleichwie hin-gegen nach Einführung einer ungezwungenem Ga-lanterie jene irrende Ritterschaft abnahm, so nahmauch der Feuereifer der Theologie ab, als, nachBeylegung des einheimischen Religionskriegs imJahr 1712. zwischen den verschiedenen Glaubensge-nossen grössere Duldung festgesetzt wurde. DieEpoche des Religions- und Landesfriedens warzugleich die Epoche des geläuterten Geschmacks, be-sonders auch in Absicht auf Religion. Dieser ge-nauer bestimmte Landsfriedcn verhinderte nicht nurmanchen polemischen Ausritt, sondern machte auch