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Mineralogisches Handlexikon oder alphabetische Auffstellung und Beschreibung aller bisher bekannten Fossilien ... : nach ihrer alten und neuen Nomenclatur und Charakteristik, ihrem geo gnostischen Vorkommen und ökonomisch-technischen Gebrauche, sammt der in die Ordnung des Alphabets eingeschalteten Erklärung der zur Charakteristik gehörigen Kunstwörter / von Professor Jos. Red. Zappe
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krystallisieren Bernstein gehalten, bis man entdeckte, daßer nicht so wie dieser auf glühenden Kohlen schmelze,und einen angenehmen Geruch verbreite. In den Mi-neralsystcmcn hat er vermahlen noch keinen sicheren Platz,und man findet ihn theils unter den brennlichen Fosilien,theils in der Thonordnung. Er ist von lichte und dun-kel honiggelber Farbe, die sich einerseits der wachs-wein- und schwefelgelben, andererseits der hyacinthro-then, selten der gelblichbraunen nähert; auch strohgelb;immer in niedrige und stumpfwinkliche doppelt viersei-tige Pyramiden krystallisirt und in eckigen Stücken, dieaber verbrochene Krystalle zu seyn scheinen; die Kry-stalle haben zuweilen mit der gemeinschaftlichen Grund-fläche parallel laufende Quersprünge, sind einzeln, auchtreppenförmig auf einander gehäuft, oder in zwey Ok-taeder in einander gewachsen; theils glatt, theils rauhzerfressen und durchlöchert aufder Oberfläche, theils stark,auch nur glänzend; inwendig stark glänzend, das in dasGlänzende übergeht; von einem Mittelglanze zwischen Glasund Wachs; vollkommen und flachmuschlich; im Bruchescharstantige Bruchstücke; meist vollkommen durchsichtig;weich; spröde; leicht zersprengbar; graulichweiß im Striche;wenig kalt; leicht (nach Klaproth -,55->); hat doppelteStrahlenbrechung; wird vor dem Löthrohre undurchsich-tig , weiß, sehr leicht, und zersplittert bey fortgesetztemBlasen in Stücke mit Beybehaltung eines dunkeischwar-zen Kernes; zerriebener Honigstein in Wasser gekocht,theilt diesem die Eigenschaft einer Säure mit, und läßteine hellgraue schwammige Erde zurück. Bestandtheilenach Lampadius 85,40 Kohlenstoff; 3,5° Thonerde; -Kieselerde; 3 Wasser und etwas Eisen; nach Klaproth,6 Thonerde; 46 Honigsteinsäure (einer eigenen die sichkeiner mineralischen, wohl aber einer vegetabilischen undder Bcnzoesäure am meisten nähert); 38Krystallisations-wasser; nach Vauquetin 66,6 Honigsteinsäure und 33,3Kiesel, Kalk, Thon. Nach den neuesten Versuchen derbeyden letzten Scheidekünstler besteht er aus Steinöl,

Kalk,