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Zweyter Band.
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mern älterer Muffen, durch irgend ein Bindemittel vereinigt.Man hat grobe und feine Eonglomerate und lose Massen,die hier auch aufgeführt werden müssen.

Außer der conglutinirten sind alle diese Texturen herr-schend chemische Bildungen, und je nachdem das eine oderdas andere vorherrscht, können wir daher die verschiedenenTexturen in chemische und mechanische theilen.

Von den zusammengesetzten Gebirgsarten sind daskörnige, schiefrige und fast auch immer das porphyrarkigerein chemische Bildungen. Das mandelsteinartige enthälteinzelne mechanische Einmengungen; das conglutinirte aberist vorherrschend mechanisch, jedoch nicht rein, denn dasBindemittel ist chemischer Absatz.

Die einfachen Gebirgsarten sind meist chemische Bil-dungen, welche zuweilen in das mechanische übergehen, wiez. B. bei dem feinen Thonschiefer.

Bei dem zusammengesetzt schiefrigen Gefüge hat maneine Mehrzahl gleichzeitig gebildeter Massen, welche mit mög-lichster Gleichförmigkeit successiv auf einander folgen und beiwelchem das Gesetz der Schwere bestimmend wirkt. Daskörnige Gefüge besteht ebenfalls aus einer Mehrzahl gleich-zeitig gebildeter und innig verbundener Massen. Es istdurchaus chemisch und krystallinisch, und die Gcmengtheilefind als Gattungen rein ausgeschieden. Beim porphyrartigenist die Hauptmasse nicht mehr im Zustande einer entschie-denen Species und im wesentlichen nicht krystallinisch, alleingleichzeitig mit ihrer Bildung ging eine krystallinische Aus-scheidung vor sich. Zuweilen wird die dichte Hauptmasseauch feinkörnig, die Gattungen trennen sich, und die por-phyrarlige Textur geht in die körnige über, so daß beideverbunden sind. Zuweilen kommen auch in der Hauptmassemechanische Gemengtheile, Bruchstücke anderer GebirgSartettvor, und hierdurch entsteht ein Uebergang in das conglutinirte.