Buch 
Dürer : Geschichte seines Lebens und seiner Kunst / Moriz Thausing
Entstehung
Seite
335
JPEG-Download
 

wsmt.

11, undrapoftojelos 1 ).Actes;lan dieläge inreichenln, denift keinler Ra-gewen-nit derer den1 Jahre

er Ra-:zte imnn den(ß. 19).worfenefindet5 Auf-fo ge-hriftus-Radie-ackten

B- 72);

ie dar-Hellerrplatteeinem26); esNach-' nochenanntllange,

[ichelan-Btellung.11 einemif Dürer .

Radierung auf Eifern

335

mit dem Stadtwappen verfehen und umgeben von Landsknechtenwird von fünf Türken refpectvoll angeftaunt fie foll ihnen wohlzur Warnung dienen und im Hintergründe dehnen fich die Flurender heimathlichen Landfchaft, zu deren Schutze fie beftimmt ift. Dafsdiefe fämmtlichen fechs Blätter auch wirklich von Eifen- oder Stahl-platten abgedruckt find, beweifen fchon die ihnen eigenthümlichen Roft-flecke auf den fpäten Abdrücken.

Ein Spiel des Zufalls wollte es, dafs das letzte Blatt, mit welchemDürer von der Eifenradierung Abfchied nimmt, durch den Gegenftandfeiner Darflellung auf jenes Gebiet hindeutet, auf welchem die neueErfindung insbefondere eine reiche Zukunft finden follte nämlichauf das der Waffen und Rüftungen. Für den damals aufkommendenLuxus in Harnifchen, Helmen und allen Arten von Rüflzeug war inder Aetzung auf Eifen ein fehr willkommenes Mittel der Ornamen-tierung geboten, ungleich leichter und vollkommener als das frühereSchneiden und Gravieren des Metalles. Es bildet fich denn auchdafür in den Städten bald eine ganz eigene Berufsklaffe von Kunft-handwerkern, nämlich die der fogenannten Aetzmaler. Dürer felbftfcheint noch die Anwendung der Aetzung auf die Verzierung des rit-terlichen Eifenkleides vermittelt zu haben. So fchliefse ich aus dreiFederzeichnungen aus dem Jahre 1517, welche verfchiedene Theileeiner Rüftung vorftellen. Die eine zeigt das ftark ausgebauchte Vifier,die andere eine Stichplatte oder Armberge mit der Beifchrift»gardepras« von Dürers Hand beide in der Albertina; ein dritterähnlicher Beftandtheil, es fcheint ein Achfelkamm, in der SammlungPofonyi-Hullot 1 ). Die reichen, malerifchen Verzierungen darauf könnennicht leicht eine andere Beftimmung gehabt haben, als eingeätzt zuwerden. Sie vergleichen fich theils den Ornamenten an der Ehren-pforte, theils den Randzeichnungen im Gebetbuche Kaifer Maximi-lians, und es ift höchft wahrfcheinlich, dafs auch die Prachtrüftung,deren Bruchftücke fie find, für »den letzten Ritter«, den Kaifer felbftbeftimmt war. Dürer ftand ja, wie wir hören werden, damals in feinenDienften.

Soweit wir bisher in der Frage unterrichtet find, ift Dürer derPlrfinder der Aetzkunft oder Radierung. Die Anficht Harzens 2 ), dafsDaniel Hopfer von Augsburg die Kunft des Aetzens von Lombar-difchen Waffenfehmieden erlernt und nach Deutfchland gebracht, dafsferner Dürer auf einer, gar nicht beglaubigten Reife nach Augsburg im Jahre 1515 die Technik kennen gelernt habe, ift durch nichts

I) Katalog Nr. 333.

i

2) a. a. O. S. 133.

i-ill

ii

..... «HWHB

mi «ss;PjilfiMjijijaji

1 iim