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2 (1863) Keramik, Tektonik, Stereotomie, Metallotechnik für sich betrachtet und in Beziehung zur Baukunst / von Gottfried Semper
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Fünftes Hauptstück.

pen in Aegypten gefunden wie z. B. eine in Form einer Ente.(Minutoli.)

Die ornamentale Ausstat-tung der antiken Lampenführt uns in einen weitenCyklus symbolischer Hinweiseauf das menschliche Lebenund dessen Schicksale. Da-bei ist der Reichthum unddie Mannigfaltigkeit der Va-rietäten dieses wichtigen Ge-fässes unübersehbar. Bei kei-nem andern Geräthe gestattete man sich grössere Willkür in derFormengebung und der Ornamentation, daher ist es in seinenUnterarten eben so schwierig zu klassificiren wie das später zubeschreibende Trinkgeschirr. Auch ist es in allen Sammlungenin so grosser Anzahl repräsentirt dass ein Erwähnen auch nur desHervorragendsten darunter zu weit führen müsste.

Die beistehenden Holzschnitte geben als Beispiele einige Lam-pen aus dem Neapler Museum nach eigner Zeichnung. Die

Aegypt. Lampe.

Lampen aus Pompeji (Mus. Borb.).

Kupferwerke und sonstige Literatur über antike Lampen findetman zusammengcstellt in 0. Müllers Arch. §. 302.

Zu nennen ist noch das dort nicht angeführte Museum Gre-gor. Etruscum, wegen des Reichthums der dieser Sammlung an-gehörigen und in dem Werke gleichen Titels wiedergegebenenetruskischen Lampen in Terrakotta und in Metall.

Die antiken Lampen sind kaum als für sich allein bestehendzu betrachten; sondern bilden erst mit den Kandelabern (Lych-