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2 (1863) Keramik, Tektonik, Stereotomie, Metallotechnik für sich betrachtet und in Beziehung zur Baukunst / von Gottfried Semper
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Stereotomie (Steinkonstruktion). Technisch-Historisches.

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bändig formalen Bedeutung baar ist, obschon sie das Wesen und^ en Inbegriff des ganzen Kultapparates enthält.

Die Idee der nackten räumlich kleinen Cella die ihm fehlendeAutorität zu verschaffen führte darauf für sie einen Tempel zuaile n, d. h. einen geweiheten und bedeckten viereckigen Bezirk(Temenos), dessen Säulendach die cella (welche ihre volle alteHeiligkeit behält) nicht ersetzt, sondern nur bestimmt ist aufzu-j^hmen, auch in struktiver Beziehung vollständig von ihr unab-Jingig ist, wie das Sanctuarium von dem ägyptischen Sekos oderas jüdische Tempelhaus von der Bundeslade. Eine monumen-Kapsel für das Heiligthum, aber eine o ffene Kapsel, dieas Allerheiligste, oder vielmehr dessen nächste Hülle, 1 die cella,^'cht verbirgt, wie der ägyptisch-jüdische Tempel es thut, son-

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ei,1 a sichtbar lässt, indem sie ihm Schutz gewährt, vor all

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l ° e r seine Autorität räumlich und zugleich symbo-ls ch hervorhebt und vermehrt; ein mächtig monumen-^ e s Schirm dach (Baldachin) als urältestes Symbol irdischer^4 himmlischer Macht und Hoheit.

Die Anfänge dorischen Tempelbaus sind daher nicht dielftl pla in antis, die Zellen mit offener Voihalle, deren Sturz vonAnten der Mauervorsprünge und zwei dazwischen stehendenäulen getragen wird, wie Vitruv und nach ihm alle Kunstgelehr-

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11 'Wollen, sondern der volle Peripteros, das ringsumfreie Säulen-als der absolute Ausdruck des neuen dorischen Tempels,prinzipieller und positiver Gegensatz der tenipla in antis, 2et 'en auch nur wenige und späte in dorischer Weise vorkom-tt ) 6 n. 3 Diese sind ihrem Ursprünge nach asiatisch oder vorhelle->11S( A, gleichwie ihre Modifikationen, die hetruskisch-römischeprostylos und die cella amphiprostylos (mit Vorhalle und^ Wterhalle) mehr oder weniger mit Dorischem gemischte vor-e 4enische Motive sind.

1 Welche eigentlich die Tempelidee schon einmal in älterer Verkörperungat und ein inneres Gehäuse für das Allerheiligste ist.

^ Deshalb wirft der alte dorische Stil die Ante und mit ihr die Säule ina hf 1S Se tt> st bei der Cella peristyler Tempel ab, nimmt er sie erst später wieder^ Hie ältesten Tempelzellen zu Selinus , Paestum , Kardacchio, Assos habenAnten, noch Säulen dazwischen. Wo sie an ihnen Vorkommen, zeigenSlc h als später angefügt.

Ich bezweifle sogar, dass es einen gebe, dessen Bestimmung als Tempel

le sen

wäre.