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Elftes Hauptstiiclc.
rationsstil jener Zeit ist schon in dem Hauptstück 8 der Tektonikund sonst verschiedentlich besprochen norden. Ihn beherrschtder Grundsatz vortheilhaftester Verwerthung der materiellen Eigen-schaften des Metalls, vornehmlich seines Glanzes, für dekora-tive, malerisch-üppige Wirkungen, wobei die Rücksicht autbildnerische und geistige Bedeutung des Gebildes in den Hinter-grund tritt.
Merkwürdig und für die Stilgeschichte interessant ist der letzteallgemeine Einfluss, den die Toreutik wiedergewann, als unter demletzten Bourbonen eine Reaktion im antiken Sinne gegen denRococostil sich erhob.
Die feinen Bronzeciseluren, Bauglieder, Beschläge, Festons,Embleme, Karyatiden und Figurenfriese, womit die zierlichenHausgeräthe jener Zeit garnirt sind, bestimmen auch den Cha-rakter der Architektur derselben. Jene Garnituren sind zugleichin ihrer Art ächte und wohlstilisirte Ergebnisse der Toreutik -Doch ist darüber schon im Hauptstück VIII. §. 157 der Tektonikdas Nöthigste enthalten.
§. 181.
Schmieden, Schweissen.
Die Wahrnehmung, dass die Metalle durch Glühung erweichtund dehnbarer gemacht werden können, bedurfte keines zu gros-sen Scharfsinns, wesshalb die Kunst des Schmiedens 1 wahrschein-lich eine nicht viel jüngere Erfindung ist, als die des kaltenHämrnerns und Treibens der Metalle. Sie war schon im ehernenZeitalter der Kulturgeschichte gemacht worden; älteste gesellmie-dete Bronzewaffen und früheste Sagen und Mythen der Völkerbestätigen dies. Aber wichtigere Bedeutung erhielt diese Erfin-dung erst, wie das harte und spröde Eisen das Erz für dmmeisten technischen Zwecke und namentlich für Angriffswaffenund Werkzeuge ausser Gebrauch zu setzen begann.
Durch die Eigenschaften des Eisens war der Technik eine dop-pelte Aufgabe gestellt: nämlich erstens das Bändigen seinerHärte und Sprödigkeit für die Formgebung, und zweitens da«Erhöhen, auch beziehungsweises Massigen und Modificiren, 4 C1gleichen Eigenschaften für den Zweck und die Bestimmung 4 cS
1 Lat,, rtue.ero, gr. tlca'vFiv.