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1 (1878) Die textile Kunst für sich betrachtet und in Beziehung zur Baukunst
Entstehung
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Proleg omena.

Der nächtliche Himmel zeigt neben den glanzvollen Wundern der Gestirnemattschimmernde Nebelstellen, — entweder alte, erstorbene, im All zerstobeneSysteme, oder erst um einen Kern sich gestaltender Weltdunst, oder ein Zustandzwischen Zerstörung und Neugestaltung.

Sie sind ein passendes Analogon für ähnliche Erscheinungen am Gesichts-kreise der Kunstgeschichte, auf Zustände des Uebergangs einer Kunstwelt in dasGestaltlose und gleichzeitig auf die Phase sich vorbereitender Neugestaltung einersolchen hinweisend.

Diese Erscheinungen des Verfalls der Künste und der geheimnissvollenPhönixgeburt neuen Kunstlebens aus dem Vernichtungsprozesse des alten sindfür uns um so bedeutungsvoller, als wir uns wahrscheinlich mitten in einerKrisis, wie die angedeutete, befinden, nach allem, was sich von uns, die wir desStandpunktes und der Uebersicht über dieselbe entbehren, weil in ihr lebend,darüber urtheilen und vermuthen lässt.

Wenigstens findet dieser Glaube viele Anhänger, und es fehlt auch inWahrheit nicht an Anzeichen zu dessen Bestätigung, von denen nur das Einzigenoch ungewiss bleibt, ob sie Anzeichen eines auf tieferliegenden socialen Ursachenbegründeten allgemeinen Verfalls sind oder ob sie auf sonst gesunde ZuständeHinweisen, die nur zeitweilige Verwirrung auf dem Gebiete derjenigen Fähigkeitendes Menschen veranlassen, die sich in dem Erkennen und Darstellen des Schönenbethätigen, und die sich früher oder später zum Heile und zur Ehre der Mensch-heit auch nach dieser Seite hin glücklicher gestalten werden.

Die erstgenannte Hypothese ist trostlos und unfruchtbar, weil sie demKünstler, der ihr huldigt, jeglichen Halt bei seinem Streben versagt; denn einezusammenstürzende Kunstwelt zu stützen, dazu sind eines Atlas Kräfte zuschwach; — sich darauf beschränken das Morsche niederreissen zu helfen, istnicht dessen Sache, der sich am Bauen erfreut.

Die zweite Hypothese dagegen ist praktisch und fruchtbar, gleichviel obbegründet oder irrig an sich selbst.