XXVI
Isolirung von dem kleinen All, das die Schneeflocke bildet, gleichsam einePolarisation zwischen zwei Kräften, der positiven Kraft des selbstständigen Ent-wickele in A, und der negativen Kraft der Abhängigkeit vom Gesammten inden Centren der Figuren.
Die Anordnung der Atome nach der Länge der Strahlen folgt den beidengenannten Wirkungen, ist ein Resultat beider, die Kraftcentren, die einanderentgegenwirken, spiegeln sich ab und versöhnen sich zugleich in der proportio-nalen Gliederung des Strahls; derselbe erhält jedoch für den Beschauer erst da-durch selbstständige formale Existenz, dass er
1) vollständig losgetrennt (isolirt), nicht als Glied eines Ganzen, betrachtetwerde;
2) vertikal aufwärts gerichtet sei, mit Bezug auf die Ebene des Horizonts,oder auf eine Linie, welche letztere repräsentirt.
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In gleicher Weise ist in jenen merkwürdigen kleinen Welten, den Schnee-flocken, Blumen und dergl. auch das symmetrische Gesetz schon gleichsamlatent enthalten. Die Symmetrie entwindet sich hier der peripherischen Regel-mässigkeit, der Eurhythmie , der Molekülen, welche sich in Ordnungen um dasGentrum der Krystallisation reihen, in ähnlicher Weise wie oben die Proportionaus der radialen Regelmässigkeit der Gestaltung abgeleitet wurde.
Wenn man ein Stück aus einem solchen regelmässigen Kranze herausbrichtund es für sich betrachtet, so fühlt das Auge bei dessen Anblicke sich nur be-ruhigt unter folgender Bedingung:
Gleiche Anzahl und Lage gleicher, oder Gleichgewicht der Momente un-gleicher Theile rechts und links von einer Linie ab, die senkrecht steht aufeiner horizontalen, als Repräsentantin der Ebene des irdischen Horizonts. Istvolle Gleichheit der Elemente rechts und links der vertikalen a b vorhanden, soist diess strenge Symmetrie; findet nur Massengleichgewicht statt, so ist diessEbeninass.
Die symmetrische Ordnung der Atome geschieht nach der horizontalen c d.