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1 (1878) Die textile Kunst für sich betrachtet und in Beziehung zur Baukunst
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XXXII
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complicirten Wechselverhältnissen veranlasst und treibt die formenreiche Naturzu dem unendlichen Wechsel von Erscheinungen, den die Pflanzenwelt bietet, inder wir das symmetrische Gesetz im Durcheinanderwirken mit der Proportionalität,durch welche es sich spiralisch gleichsam hindurchschraubt, mehr ahnen als er-kennen ; wodurch ein Theil jenes romantischen Zaubers bedungen ist, den diePflanzenwelt auf das Gemüth bewirkt.

Die animalische Schöpfung zeigt zwar noch unendlich freieres und reicheresSchaffen als die Pflanzenwelt, allein die formalen Eigenschaften treten bei denBildungen der Thierwelt in ihren Elementen viel klarer hervor, als diess bei denGebilden des Pflanzenreichs der Fall ist.

Denn die Symmetrie, von der es sich hier zunächst handelt, ist nur beiden Polypen, Strahlthieren u. a., aber niemals bei den höheren thierischen Ge-bilden planimetrisch, wie bei den Pflanzen, sondern stets nur linearisch. Es gibtkeine thierische Form höherer Entwickelung, die, nach irgend einer der dreiHauptaxen der räumlichen Ausdehnung durchschnitten oder auf sie projicirt,vollkommen regelmässig erschiene. Die lineare symmetrische Axe bei Wirbel-thieren und Menschen ist eine horizontale Linie, welche die Richtungsaxe (vonder unten die Rede sein wird) rechtwinklicht trifft. Dabei sind animalische Ge-bilde weder in dem Sinne von unten nach oben, noch in dem Sinne von vornenach hinten den Gesetzen der Symmetrie unterworfen; ersteres aus gleichemGrunde wie bei den Pflanzen, letzteres aus ganz analoger Ursache.

Sogar bis in die grössere ausserirdische Welt liesse sich das Gesetz derSymmetrie als zusammenhängend mit den verschiedenen Graden der makro-kosmischen Abhängigkeit der Himmelskörper von einander verfolgen, wenn dieseshier nicht zu weit führte.

Proportionalität und Richtung (Bewegungseinheit).

Bereits an den strahlenförmig angeschossenen Krystallen ist das Gesetz derProportionalität wahrnehmbar, indem die einzelnen Strahlen zuweilen gegliederterscheinen. Diese Gliederung geschieht nach bestimmtem Gesetze, das je nachder Natur der krystallisirten Flüssigkeit und je nach Umständen sich verschiedentlichmanifestirt.

Derartiges bemerkt man, wie schon angeführt wurde, an einigen der aufSeite XXV, dargestellten Sclmeekrystalle.

Aber weit entwickelter tritt das Gesetz der Proportionalität an den organischenGebilden zur Erscheinung.

Man kann nicht umhin, bei der Entwickelung der vegetabilischen- undanimalischen Organismen eine bestimmte Kraft als thätig anzunehmen, die eines-theils von den allgemeinen Naturkräften (der Massenattraktion, der Massen-repulsion etc.), anderntheils von der Willenskraft der lebendigen Organismen, in