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Erstes Hauptstück.
der architektonischen Grundformen und Symbole verbreitet:, hervorgerufendurch in der That oft fruchtlose Grübeleien auf diesem Gebiete, die nichtselten zu schädlichen Irrthümern und falschen Theorieen geführt haben.Es darf hier nur an den, seit Vitruv hundertfältig wiederholten, Versucherinnert werden, den dorischen Tempel in allen seinen Theilen undGliedern aus der Holzhütte herzuleiten und zu entwickeln, oder an denIrrthum, den selbst ein Gau theilen konnte, dass der ägyptische Tempel-bau dem Troglodytenthume seinen Ursprung verdanke, was dahin geführthat, dass man über die Kulturgeschichte Aegyptens ganz falscheTheorieen fasste und die Civilisation des Nilthaies von den Quellen diesesFlusses aus herabsteigen liess, da sich doch der umgekehrte Gang, densie nahm, aus allen geschichtlichen und monumentalen Urkunden undaus der Natur der Sache ergibt. Der Grottenbau sollte auch in Indien den Grundtypus der Baukunst bilden (was wo möglich noch abenteuer-licher klingt), so wie das Zelt der Mongolen dem geschweiften Dache derChinesen zum Urbilde dienen musste.
Diese Versuche gingen aus einer richtigen Schätzung der Wichtig-keit hervor, die sich an die Frage über die Urverwandtschaften derKunstformen knüpft, allein man verfuhr dabei, wie wenn einer die ver-schiedenen Sprachen auf das Lallen der Kinder, auf die unarticulirtenNaturstimmen der animalischen Welt, oder auf das Pescheräh der wildestenStämme zurückführen wollte, was, glaube ich, auch schon versucht wor-den ist.
Die vergleichende Sprachforschung hat bewiesen, dass diejenigeSprache, auf welche sich alle oder die meisten todten und lebendenIdiome der alten Welt mit Sicherheit als auf ihren unmittelbaren odermittelbaren Ursprung zurückführen lassen, unter allen die wortreichsteund biegsamste ist und dass die Spraeharmuth, die scheinbar aus derKindheit des Menschengeschlechtes stammt, bei strenger Prüfung sichals Verkümmerung, Verwilderung oder gewaltsame Verstümmelung ur-sprünglicherer und reicherer Sprachorganismen kund gibt. In Fällenverräth sich sogar eine erkünstelte Schein-Ursprünglichkeit, hervorgerufenoder doch gefördert durch social-politische Systeme, in den sprachlichenFormen gewisser Völker, wie z. B. bei den Chinesen, die keine Wort-flexionen kennen und deren Sprache aus Elementen besteht, die unbiegsamund unverbunden sich aneinander reihen. Dennoch zeigt sich mehr bonzen-hafte Versimpelung als kindliche Ursprünglichkeit in dieser Einfalt.
Das Gleiche gilt in Beziehung auf die Kunstformensprache. Wowir sie in ihrem ersten Lallen zu belauschen glauben, dort ist sie häufig,