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1 (1878) Die textile Kunst für sich betrachtet und in Beziehung zur Baukunst
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Textile Kunst. Die Reihung.

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Gleiche Ursprünglichkeit und gleiche Bedeutung haben die Reihungenvon Federn, die, wie jene Blätterkränze, wohl umschliessen, abernicht binden und fesseln.

Ein verwandtes, aber eine andere Nuance des Grundbegriffesausdrückendes, Symbol ist die Reihung regelmässiger und nach denGesetzen der Eurhythmie geordneter fester Körper (der Perlen oderKnöchel, dsagot- äaTgayolcoroi) auf eine Schnur. Sie ist weder nach Obennoch nach Unten hinweisend, also in dieser Beziehung neutral; die Fessel

zum Theil aus Lotus, wie bei den Aegyptern, theils aus anderen duftenden underfrischenden Kräutern und Blumen gewunden wurden.

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Geflochtene Halskränze aus LotusLegten sie um den Nacken.

Wie die Griechen auch hierin dem Vorhilde der Aegypter folgten, ergibt sich aus denhäufigen Darstellungen auf Gräberwänden Aegyptens , wo den Gästen durch begri'issendeFrauen und Knaben Blumenbouquets gereicht werden. Andere schmücken ihren Halsmit Lotuskränzen.

Man erkennt aus diesen ägyptischen Wandgemälden, so wie gleicherweise ausden Skulpturen und Bildern der Griechen, den eigenthümlich architektonischen, d, h.rhythmisch geregelten Charakter der antiken Kränze; die naturalistische, mehr moderneRomantik des Bouquet- und Kränzewesens fandbei den Alten nur dort, wo sie bezeichnend ist(bei bakchischen Aufzügen z. B,), Anwendung.

Dagegen bestanden die meisten aus Blumen,

Früchten und Blättern zusammengesetzten Kom-binationen der Alten in einfachen oder alter-nirenden Reihungen, nämlich Blätter wurdeneinfach mit dem Stilende neben einander aufeinen Halm oder einen Faden gereiht, oder manfädelte Blumen auf, gleich Perlen, wie bei-stehende Figur zeigt. Andere Kränze stelltenFlechtwerk und gedrehte Wülste dar. Es gabdoppelte und dreifach, wohl auch mehrfachgedrehte Kränze; jede Gattung derselben hatteihre bestimmte symbolische Bedeutung.

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Die dreifach gewundenen Kränze aus kreisförmig sich verschlingendemEpheu und Narkissos. Chaeremon Trag, beim Athenäus 1. c.

Es wäre für das Verständniss mancher Typen der Baukunst der Alten von Wichtigkeit,den herrschenden Charakter ihrer Kränze und den Sinn, den sie gewissen Modifikationenderselben beilegten, zu kennen. Das angeführte Kapitel des Athenäus und des älterenPlinius viertes Kapitel des XVI. Buchs sind Hauptstellen für den angeregten Gegenstand.