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Drittes Hauptstück.
als identisch, etwa als in entgegengesetztem Sinne einander gleich,behandeln. Ihre prinzipielle Verschiedenheit beruht auf dem allgemein
Mittelalterliche Gewandverbrämung.
gültigen Proportionsgesetze, wonach die proportionale Entfaltung einerKunstform niemals nach der Richtung der Schwere erfolgen darf, sondernstets in dem entgegengesetzten Sinne, nämlich dieser Richtung entgegen,stattfindet. Dieses Gesetz erheischt ganz verschiedene allgemeine Dis-positionen und entgegengesetzte Prinzipien der Ornamentation in beidengenannten Fällen. Um dem Kommenden über das Ornamentale nichtvorzugreifen, sei hier nur in Beziehung auf das Allgemeinere der Dis-position bemerkt, dass es ebenso verkehrt sei, eine Sache auf den Kopfzu stellen, wie sie beim Schwänze aufzuhängen, ln allen Fällen mussder Kopf oben bleiben und dasjenige, was ein Herabhängendes nachUnten endigt, darf niemals identificirt werden mit Formen, die für denoberen Abschluss als krönende Symbole bezeichnet sind. Jedoch bildetder sogenannte lieber hang eine Ausnahme von dieser Regel oder viel-mehr eine Vermittlung des Gegensätzlichen zwischen Aufrechtem undHangendem und ist als solche im Draperiewesen, sowie in sonstiger An-wendung als Kunstsymbol (auch in der Baukunst) sehr bedeutsam.
Die Regel, dass in allen Fällen das Kopfende oben bleiben müsse,findet bei natürlichen Decken gleichsam gezwungene Anwendung. Sonöthigt der Strich der Haare bei allen Pelzwerken zu ihrer Beobachtung.Es wäre gegen den gesunden Menschenverstand, einen Pelzkragen sozuzurichten, dass die Köpfe der Thierchen, aus deren Fellen er besteht,