Textile Kunst. Technisch-Historisches. Gebinde.
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gemalten oder tettowirten Fäden, die in mancherlei Schnörkeln undWindungen in einander laufen und mit geraden Linien abwechseln.
Also werden wir durch diese Linien zugleich wieder auf den Fadenals das lineare Element der textilen Fläche zurückgeführt.
§• 27 .
Gebinde an Geräthen und Waffen,
Das Bedürfniss des Bindens und Befesti-gens ist gewiss eines der frühesten für dashandbegabte aber naturwaffenlose Thier, denMenschen. Die natürlichsten Stoffe dazu botendas Pflanzen- und das Thierreich. — DerBast der Bäume und die Halme der stärkerenGrasarten waren natürliche Bindemittel, derenAnwendung gleich zu Anfang gewisse Pro-ceduren voraussetzte, aus denen eine Art vonStil hervorging. Grosse Kunstfertigkeit, rich-tiger mechanischer Instinkt und offenbaresStreben, dem Schönheitsgefühle gleichzeitigmit der Festigkeit Genüge zu leisten, zeigtsich in den Bast- und Grasumschlingungender Waffen und Geräthe der Wilden.
Gar manches erinnert dabei an die Ge-räthe und Waffen der alten Aegypter, vondenen sich Einiges in den Gräbergrotten desNilthaies erhalten hat.
Das Gleiche gilt von den Waffen, Ge-räthen und Werkzeugen der Assyrer, Hellenen,Etrusker und Börner. Man überzeugt sichhier wie überall, dass die hohe Kultur desAlterthums gleichsam unmittelbar auf dieNatur geimpft war.
Der Geschmack, wodurch diese einfachenGeräthe sich auszeichnen, tritt auch besonders
in der wohlgewählten Abwechslung verschieden-farbiger Gebinde hervor, mit deren Hülfe die^usammenfügungen ihrer Theile bewirkt sind,
Gebinde als Verzierungen an Beilen,Geräthen und Waffen.
A.A »'S