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Viertes Hauptstück.
B. Vom Stil als bedungen durch die Art der Bearbeitung der Stoffe.
§■ 48 .
Vorbemerkungen.
Hier öffnet sich ein weites Feld zu segenvollem Wirken für einenIndustriellen, der vollste Sachkenntniss mit wissenschaftlicher und künst-lerischer Bildung in sich vereinigt und dem das Wachsthum der Em-pfänglichkeit für das Schöne im Volke wie besonders auch unter denProducenten unzertrennlich ist von dem wahren Fortschritt und Gedeihender Industrie im Allgemeinen so wie selbst in materieller Beziehung.
Ich meinerseits habe mich bereits zur Uebernahme einer so schwie-rigen Aufgabe als nicht berechtigt erklärt und wünsche nur anregendzu wirken, indem ich versuche, einzelne Andeutungen über dasjenigezu geben, was meines Erachtens hei einer künftigen Bearbeitung einesso reichen Stoffes hauptsächliche Berücksichtigung verdient.
Ueberdiess treibt es mich zu Fragen, welche die eigene Kunst nochnäher betreffen und für die ich besser vorbereitet zu sein glaube.
Alle Prozesse in den textilen Künsten gehen dahin, Rohstoffe, welchedazu die passenden Eigenschaften besitzen, in Produkte umzuwandeln,denen grosse Geschmeidigkeit und bedeutende absolute Festigkeit gemeinsind und die theils in Faden- und Bandform zum Binden und Befestigendienen, theils in Form von geschmeidigen Flächen die Bestimmung haben,zu decken, zu enthalten, zu bekleiden, zu umfangen etc.
§• 49 .
Bänder und Fäden. Ursprüngliche Produkte dieser Art.
Die ursprünglichsten Produkte dieser Art werden, durch einfachsteProzesse, der Natur gleichsam unmittelbar entlehnt. Dazu gehören die 'Halme und die Rohrstengel, die Zweige der Bäume, Thiersehnen, Thier-gedärme, bei deren Zubereitung bereits eine Procedur nöthig wird, dieDrehung nämlich, durch welche das Produkt die kreisrunde Durch-schnittsform erhält und seinen Zweck der Haltbarkeit und Elasticitätbesser erfüllt. Dann gehören dazu die zu Riemen geschnittenen Thierfelleund unter andern minder beachtenswerthen Produkten, die, einigen wilden