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1 (1878) Die textile Kunst für sich betrachtet und in Beziehung zur Baukunst
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Viertes Hauptstück.

Holzbaustiles weiter nichts alsScheiterhaufen, nach derauch bei den Römern üblichenWeise künstlich aus Holz zu-sammengezimmert und mit rei-chen Teppichen behängen, obendie Bahre (fepsrpov) unter dersie bedeckenden und verhüllen-den reich vergoldeten Kapsel(xa'kvnti )^). 1 AberScheiterhaufenin monumentaler Restitution.

Ein anderes schlagendesBeispiel gibt die monumentale Verherrlichung des alten Bundes in demsalomonischen Tempel, nach dem eingebildeten oder wirklichen Motiveder Stiftshütte in unerhörter Pracht durchgeführt, von welchem späternoch zu reden sein wird.

So auch entstand der so charakteristische Theaterbaustil noch zugeschichtlichen Zeiten aus dem bretternen aber reich geschmückten undbekleideten 2 Schaugerüst.

Es war mir bei der Aufführung dieser Beispiele vorzüglich darumzu thun, auf das Prinzip der äusserlichen Ausschmückung und Be-kleidung des struktiven Gerüstes hinzuweisen, das bei improvisirtenFestbauten nothwendig wird und die Natur der Sache stets und überallmit sich führt, um daran die Folgerung zu knüpfen, dass dasselbe Prinzipder Verhüllung der struktiven Theile, verbunden mit der monumentalenBehandlung der Zeltdecken und Teppiche, welche zwischen den struktivenTheilen des motivgebenden Gerüstes aufgespannt waren, auch ebensonatürlich erscheinen muss, wo es sich an frühen Denkmälern der Bau-kunst kund gibt . 3

1 Diodor. XVIII. 26, wo er den Sarkophag Alexanders beschreibt. In einemGrabe bei Panticapea wurde ein ähnlicher hölzerner Katafalk mit Malereien gefunden.Journal des Savants , Juin 1835, p. 338—39.

2 So erwähnt eine Inschrift von Patara in Kleinasien bei Rob. Walpole Itiner.tom I. pag. 524 t?)v rov ’koysi.ov xaraaxsvrrjv xal xXaxäaiv. Die reich inkrustirtenProscenien der provisorischen Theater zu Rom sind aus Plinius und Vitruv bekannt.

3 Ich meine das Bekleiden und Maskiren sei so alt, wie die menschlicheGivilisation, und die Freude an beidem sei mit der Freude an demjenigen Thun , wasdie Menschen zu Bildnern, Malern, Architekten, Dichtern, Musikern, Dramatikern, kurzzu Künstlern machte, identisch. Jedes Kunstschaffen einerseits, jeder Kunstgenussandrerseits, Setzt eine gewisse Faschingslaune voraus, um mich modern auszudrücken,