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1 (1878) Die textile Kunst für sich betrachtet und in Beziehung zur Baukunst
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Textile Kunst. Bekleidungsstoffe in der Baukunst.

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wenigstens einen Zoll dick sind. Die Aegypter waren schon in ältesterZeit in der Kunst des Giessens viel weiter vorgeschritten.

Schon früher als zu der Zeit der hellenischen höchsten Kunstblüthekam neben dem Metallguss die Marmorbildnerei und die chrysele-phantine Kolossalbildnerei in Aufnahme, letztere ein offenbaresWiedererneuern und Verklären derurältesten Technik, nämlich dereingelegten Holzarbeit und der Em-p a i s t i k. Aber auch das Marmor-bildwerk der Hellenen sowie die Stein-skulptur der Aegypter trägt noch Zügevon der alten Hohlkörper- und Be-kleidungstechnik und durch dieseStilverwandtschaft erklärt sich man-ches Eigenthümliche, was der an-tiken Steinbildnerei angehört. Wirverstehen sie erst recht, wenn wir ihre Descendenz durch alle Grade biszum Urtypus verfolgen. Wir überzeugen uns dann auch, dass sie denweissen Stein nicht nackt zeigen konnte, sondern dass sie nach irgend einemSysteme polychrom erscheinen musste. Dasselbe gilt von den Bronze-statuen.

Wie ist es aber mit der eigentlichen Plastik, das heisst mit derKunst aus Thon zu bilden, blieb sie ganz ohne Einfluss auf den Stil derhellenischen statuarischen Kunst? Diess würde der Ansicht des Pasiteleswidersprechen, der die Plastik die Mutter der statuarischen Kunst, derSkulptur und der Cälatur nannte und der, seiner Zeit (im Jahre Roms 662)in allen diesen Prozessen der erste, nichts ohne Thonmodelle unternahm. 1

1 Plinius XXXV, 12.