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Viertes Hauptstück.
Zeit, wie dieser Moment in dem Völkerleben ein trat, und gibt ihn in ihrersymbolischen Formensprache wieder.
Dieser Punkt des Stillstandes ist hei dem einen Volke früher, beidem andern später, d. h. bei vorgerückterer industrieller Bildung, einge-treten, bei allen aber zeigt sich dieselbe Abhängigkeit aller bildendenKünste von der Textrin.
Unter den Erscheinungen, die darauf hindeuteten, war mir keineso auffallend wie das Bauwesen der Neuseeländer, das sich wirklich zueiner Art von monumentaler Kunst erhoben hat, dessen Basis und mate-rieller Hintergrund das ursprüngliche Zaungeflecht in seinem reinstenund ungemischtesten Wesen ist. Die Baukunst übernahm dieses Motivhier so unmittelbar aus den Händen der Natur, wie dieses bei keinemandern Volke sich nachweisen lässt.
Das Zaungeflecht als Befestigung und Umfriedigung der Dörfer(Pah’s) bildet bei den kriegerischen Neuseeländern das Grundmotiv allerbaulichen Einrichtungen. Solche nach allen Regeln der Befestigung aufsteilen Hügeln angelegte Gehege sind mit einem breiten und tiefen Grabenumgeben; der Zaun, der hinter demselben als Brustwehr dient, ist mitAusfallsthoren versehen, wozu man nur auf Irrgängen gelangt, auf denender Gegner nothwendig sich den Geschossen der Vertheidiger bloss-stellen muss.
Im Inneren des Geheges sind kleinere Gehege, die wieder nachdenselben Grundsätzen angelegt sind und als Forts innerhalb der Haupt-mauer sich selbstständig halten können. Nach demselben Prinzip istzuletzt das einzelne Familienhaus befestigt, immer so, dass die Seiten derUmfriedigungen und ihre Zugänge flankirt und bestrichen werden können.Der Zaun selbst besteht aus starken eingerammten Pfählen, zwischendenen Zweige eingeflochten sind, die Pfähle aber sind an gewissenStellen der Zaunwand, besonders an den Ein g a ng s th o r en,mit buntgemalten Schnitzwerken verziert und zu diesemZwecke überragen sie die Reihe der Nachbarpfähle. Die Skulpturist hier aus dem P f a h ls c h n i t z w er ke h er vor g e gangen. DiePfahlköpfe sind durch fratzenhafte Menschenköpfe symbolisirt, derenTypus wohl ohne Zweifel die wirklichen Köpfe erlegter oder geopferterund gefressener Feinde waren. Dazu tritt eine bunte Polychromie, eineNachahmung der Ornamente, die sich die Neuseeländer mit vieler Kunstauf die Haut tättowiren, in der That nichts weiter als eine Tättowirungder dargestellten knorrigen Popanze.
Am künstlichsten sind die eigentlichen Wohnhäuser in dem Innern