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1 (1878) Die textile Kunst für sich betrachtet und in Beziehung zur Baukunst
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Textile Kunst. Neuseeland und Polynesien.

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Noch viel schwieriger sind ähnliche Untersuchungen, wie die hiernur angedeuteten, auf dem Gebiet der Architektur, die durch eine bedeu-tend grössere Menge von stofflichen Metamorphosen hindurch ging, alsdieses bei der Bildnerei der Fall ist. Doch zeigt sich im Allgemeinender Entwicklungsgang der Technik in der Baukunst sehr ähnlich mit derder Bildnerei, was nicht auffallen darf, da beide innigst mit einanderverknüpft sind und einander gegenseitig bedingen.

Lassen wir nun einzelne Erscheinungen der Baugeschichte, odervielmehr der allgemeinen Kulturgeschichte der Menschheit, die auf unsernGegenstand Bezug haben, für sich sprechen, um zu sehen, welche Auf-schlüsse sie uns über manche noch keineswegs gelöste Fragen in der all-gemeinen Kunstgeschichte der Alten gewähren. In ihrer Reihenfolge, wieich sie vorführe, musste die Ursprünglichkeit der Zustände, aus der siehervorgingen, nicht aber das wirkliche historische Alter der Nachrichtenund Monumente, durch die wir sie kennen, massgebend sein, so dassz. B. das uralte Aegypten , dessen Monumente ohne Zweifel das frühesteerhaltene Menschenwerk sind, die Reihe der Betrachtungen keineswegseröffnet, sondern ein ziemlich spätes Mittelglied in ihr bildet.

§ 64.

Neuseeland und Polynesien.

Die grosse Londoner Industrieausstellung im Jahre 1851 gab überdie uns beschäftigende Frage gar manchen Stoff zu Betrachtungen. Dazugehörten besonders die textilen Produkte der wilden und zahmen Völkernicht-europäischer Kultur und ihr naher Zusammenhang mit den häus-lichen und baulichen Einrichtungen dieser Völker.

Die Künste des Webens mit den dazu gehörigen Künsten des Fär-bens und Ornamentirens waren dort von ihren ersten Anfängen bis zuihrer äussersten Verfeinerung vertreten, und man hatte Gelegenheit wahr-zunehmen, wie diese Künste bei fast allen diesen Völkern zuerst sehrrasche Fortschritte gemacht hatten und darauf vielleicht für Jahrtausendestille standen. Dabei glaubt man zu erkennen, wie dieser Stillstand inden Fortschritten der technischen Künste mit einer Verknöcherung derCivilisation zu einer bestimmten Form zusammengefallen sein musste, diezuweilen in einer Art von Architektur und monumentaler Kunst ihrenAusdruck fand; letztere entspricht dann dem Standpunkte der technischenKünste und unter ihnen besonders der Mutterkunst, der Textrin, zu der