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Viertes Hauptstück.
In letzteren trägt die Mauer nur ihre eigene Last und dient alszwischengespannte Wand zwischen der Holzkonstruktion, welche letztereden technischen Zweck hat, das Dach und den horizontalen oberen Decken-abschluss des Raumes zu stützen.
Die Mauer selbst ist genau genommen nur eine in Ziegeln ausge-führte spanische Wand, ein Tapetengerüst, sie ist so wenig tragendesoder stützendes Glied, soll es so wenig sein, dass sie vielmehr als seit-wärts Eingespanntes und vor dem Umfallen gesichertes, Mobiles und vonder Last des Daches vollkommen Unabhängiges überall sorgfältigst sym-bolisirt wird.
Das Gerüst selbst, welches die vertikalen und horizontalen deckendenRaumesabschlüsse hält, ist ein Gemisch von Formen, das eben so sehrder Holzkonstruktion (Tektonik), wie dem Flechtwerk (Textrin), angehörtund in dieser letzteren Beziehung wieder lebhaft an die architektonischbehandelten Zaungeflechte der Neuseeländer erinnert.
Das Bekleidungsprinzip macht sich ausserdem an diesen struktivenTheilen des Baus noch auf andere Weise, nämlich durch deckende Ueber-züge des hölzernen Kernes, geltend.
Die inneren Abtheilungen der häuslichen Einrichtung sind beweglich,meistens wirkliche an der Wand herabhängende Teppiche, oder durchausGitterwerk oder hölzerne mit Scharnieren aneinander befestigte Tafeln,die beliebig aufgestellt werden können, oder endlich feste Scherwände,die aber den Charakter dieser Teppiche und spanischen Wände kund geben.
Die gemalten und skulptirten Ornamente sind durchgängig aus den-selben struktiven Elementen hervorgegangen, die sich so klar an dembaulichen Ganzen scheiden. Nachahmung von Stoffen, lackirteTäfelung, Bambusgeflecht, knorriges zu phantastischen Ge-bilden umgeformtes Pfahl- und Astwerk.
Diess der allgemeine Charakter der chinesischen Baukunst, soweiter aus der Konstruktion und technischen Ausführung hervortritt. Dochsind die Wahrnehmungen, die er bietet, für unsern Zweck von so grosserWichtigkeit, dass es nöthig scheint, wenigstens über einzelne Züge des-selben in näheres Detail einzugehen.
Wir wollen desshalb trennen und zuerst den Raumabschluss, danndas tektonische Gerüst, das ihn hält, zuletzt, als das unserm gegenwärtigenThema fernste, die Substruktion des Baus betrachten. Hierbei bemerkeich, dass die folgenden Details grösstentheils einem schönen handschrift-lichen Werke in der Sammlung von Handzeichnungen und Kupferstichender kaiserlichen Bibliothek zu Paris entnommen sind. Dasselbe ist von