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an sich darthun; Ueberreste dieser urkundlich ältesten indischen Ziegel-monumente sind jene Viharas und Chaytias von Behar in der Nähe vonGaya ; 1 noch interessanter aber sind für unseren Zweck jene bekanntenBauwerke des zingalesischen Königs Dushtagamani und seines Nachfolgersauf der Insel Ceylon : die Mahastupa, ein kolossales Ziegelgewölbe unddas grosse wunderbare Werk, die Lohaprasada, das in dem II. Jahr-hundert vor Christus erbaute Buddhakloster, ein ursprünglich neunstöckigerzweihundertfünfundzwanzig Fuss hoher Bau, aus Ziegeln ausgeführt, derauf steinernen, zwölf Fuss hohen Säulen ruhte und mit eisernen Dach-ziegeln gedeckt war. In der Mitte ein Hof mit einer von Säulen getra-genen Halle, in deren Innerem der leere mit Elfenbein inkrustirte Throndes Buddha stand. Die Seiten des Thrones waren mit Metallplatten in-krustirt, auf der einen Seite glänzte die Sonne in Gold, auf der anderender Mond in Silber. Die dritte Seite zierte ein Sternenhimmel vonPerlen. Ueber dem Throne spannte sich ein weisser Sonnenschirm aus.Diese Halle im Innern des Hofes war der Kapitelsaal des Klosters. „AlleTheile des Gebäudes waren aus den „kostbarsten Materialien gemacht„und mit reichen Verzierungen geschmückt. Die Säulen zeigten reiche„Skulpturen von Löwen, Tigern und anderen Thieren, sowie von Göttern.“
So lauten die Nachrichten 2 über diesen Bau; — von ihm sind dieRuinen noch erhalten, und wie zeigen sie sich uns? Der grösste Theilder eintausendsechshundert Pfeiler steht noch aufrecht; es sind Gneishlöcke,die nur grob und quadratisch zugerichtet, zum Theil beinahe ganz rohgelassen sind, wie sie aus dem Bruche kamen. Sie erheben sich zehnbis elf Fuss über den Boden, haben zwölf Zoll Breite und acht ZollTiefe und stehen acht Fuss weit auseinander. Nur die Eckpfeiler unddie beiden Pfeiler zunächst der Mitte sind von den übrigen verschiedenund von blauem Granit. Letztere sind sorgfältiger ausgeführt. Mansieht, dass alle Pfeiler mit einem dicken Stucküberzuge bedeckt waren,wodurch die rohen Pfeiler erst ihre regelmässige Form und die in deralten Beschreibung erwähnte reiche Verzierung erhielten . 3
Also diese ältesten Monumente Indiens waren reich mit Skulpturen,Mosaik und Farben ausgestattete Stuckaturarbeiten.
1 S. Notes on the Viharas and Chaytias of Behar by Kittok. Journal of AsiatSociety of Bengale. XVI. p. 275.
2 The Mahavansi in Roman Characters with the translation subjoined and anintroductory Essay on Paiy Buddhistical iitterature 2 Vol. by the hon. George Tournour, Esq. Ceylon 1837.
3 Vergi. Br. Asiatic Society III. 4ß3 sq.