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Viertes Hauptstück.
nach diesen Festordnungen durch die Oeffentlichkeit registrirt wurden.Die damit verbundenen dekorativen Ausstattungen öffentlicher Monumentewaren zuerst nur auf die Dauer des Festes berechnet, und wenigstens inmaterieller Beziehung nichts anderes als was noch jetzt das Wesen einerFestordnung ausmacht, nämlich auf Leinwand über leichtem Lattengerüstausgeführte Dekorationsmalerei. Nur dass man selbst in den Zeitendes tiefsten Verfalls der Künste immer noch an dem eigentlichen Ge-danken, der solchen festlichen Ausschmückungen der Plätze und Monu-mente zum Grunde liegt, festhielt, von welchem nur unsere Architektenund Dekorateurs, die sogenannten Praktiker, denen solcherlei einträglicheAufträge gewöhnlich zu Theil werden, nichts wissen, auch aus gutenGründen nichts wissen wollen.
Die Plätze und Monumente waren alte geheiligte Würdenträgerdes Volks, die es galt, nicht zu verhüllen und unkenntlich zu machen,sondern der Gelegenheit entsprechend in überraschend festlicher undneuer Weise hervorzuheben, sie gleichsam durch den ihnen geliehenenSchmuck eine improvisirte, die Veranlassung des Festes betreffende Allo-kution an das Volk halten zu lassen. Daher blieb die möglichste Sorgefür die Erhaltung der Individualität der alten welthistorischen Monumentefür den dekorirenden Aedilen und die unter ihm wirkenden Architektenund Dekorateurs erste Pflicht und Regel. Durch den Ornatus und dieihm eingefügten Argumente wurden sie nur festlich beseelt, wurde ihnendas Organ, sich als alte Bekannte vernehmlich mit dem Volke über dieZeitumstände zu unterhalten, geliehen.
Das früheste Beispiel einer Dekoration der Monumente Roms, vonwelchem wir Näheres wissen, wurde gegeben bei Veranlassung der Pompades M. Valerius Maximus Messala, im Jahre Roms 490 (262 vor unsererZeitrechnung). Plinius erzählt, dieser Feldherr habe die Schilderei derSchlacht, in welcher er die Karthager in Sicilien besiegt habe, an derSeite der Curia Hostilia „ausgestellt“. 1 Erst siebenundvierzig Jahrespäter, im Jahre 443 der Stadt, fällt der Triumph des L. Papirius Cursorüber die Samniten, den Livius fälschlich für den ersten erklärt, bei wel-chem das Forum von den Aedilen geschmückt worden sei. (Inde natuminitium dicitur fori ornandi ab aedilibus quum thensae ducerentur. Liv.IX. 40). Später stellte L. Scipio das Gemälde seines asiatischen Sieges