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1 (1878) Die textile Kunst für sich betrachtet und in Beziehung zur Baukunst
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Textile Kunst. Assyrien .

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mit farbig schimmernden Zinnen erhoben . 1 Sowohl bei Nimrud wie heiChorsabad wurden die Wallmauern bis zu ihrem Lager auf dem natür-lichen Boden stellenweis blossgelegt, man fand sie bis zu einer gewissenHöhe, die nicht überall gleich war, mit Steinmauerwerk bekleidet, undzwar besteht dieses an dem ältesten Monumente Ninives aus regelmässigenKalksteinquadern, während Herr Botta an den Aussenwällen des späterenWerkes assyrischer Befestigungsbaukunst zu Chorsabad neben regelmässigemQuaderwerke auch eine Art von kyklopischer Mauerkonstruktion entdeckte,die aber den hellenischen und italischen Konstruktionen dieser Art anSolidität und Sorgfalt der Ausführung bedeutend nachsteht und mehreiner Art von Bruchsteinmauerwerk gleicht. Doch zeigt sich dieses opusincertum nur an den Sohlen der äusseren Umfassungsmauern des weitereneingeschlossenen Bezirks. Sorgfältiger konstruirt sind die Futtermauern,mit denen das künstliche Plateau umgeben ist. Ihre äussere Bekleidungbesteht aus behauenen Quadern, welche durch weit eingreifende Bindermit dem Luftziegelmauerwerke des Kernes innig verbunden sind. Diewichtigste, diesen Gegenstand betreffende Untersuchung stellte Layard andem Fusse der quadratischen Absatzpyramide an, die gleich einer Bastionan der nordwestlichen Ecke der Plattform von Nimrud hervortritt. IhreBasis besteht aus kräftigen Kalksteinquadern, die wenigstens an denSeiten, die nicht durch anderes Mauerwerk geschützt sind, bis zu zwanzigFuss Höhe hinaufreichen und zehn Schichten, also jede zu zwei FussHöhe, bilden. Ueber dieser Quaderkonstruktion erhebt sich dann einesorgfältig in gebrannten Ziegeln von grossen Dimensionen ausgeführteBacksteinbekleidung, die ebenso wie die Steinquaderkonstruktion mitStuck oder wahrscheinlicher noch mit Erdpech verputzt gewesen seinmag . 2 Diese Entdeckung bestätigt die Angabe des Xenophon, der denWällen der Stadt Larissa (Nimrud ) eine Basis von zwanzig Fuss Höheaus geputzten muschelhaltigen Steinen gibt. 3

1 Oua sunt fiabra Noti Babylon subducitur arceProcera in nubes: hanc prisca Semirarais urbemVallavit muris, quos non absumere flammaeNon aries penetrare queat; stat maxima BeliAula quoque argento, domus Indo dente nitescit,

Aurum tecta operit; sola late contegit aurum,

Rufus Festus Avienus, mundi descriptio v. 1196—1201.

2 Layard erwähnt darüber nichts.

8 Xenoph. Anab. III. 4. Ich übersetze den Ausdruck des Xenophon auf die imTexte angegebene Weise und verweise desshalb auf dasjenige, was später darüberfolgen wird.