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Viertes Hauptstück.
platten, mit inlcrustirten Cedernholzgetäfeln oder sonst wie noch ausserdembekleidet sein. Nur über der Schwelle der Thüre konnte nicht wohl der-artiges angebracht werden, und daher finden wir gerade hier die Stein-tafeln nach dem Vorbilde reicher Teppiche mit eingegrabenen (wahrschein-lich niellirten) Mustern und Inschriften verziert. (Siehe Layard , secondseries, Taf. 56 und oben Holzschnitt auf Seite 51, §. 16.) 1
Ein vollständiges System von Wasserrohren und Ableitungen gingunter den Täfelungen der Fussböden fort und stand mit Ausgüssen inVerbindung, die sich in den Ecken der Säle befanden.
Zu dieser erhabenen Plattform mit ihrer Ziegeltäfelung und demmehr ornamentalen, denn Schutz gewährenden Zinnenkränze führtenprachtvolle Freitreppen und Rampen hinauf, den Palästen und Tempelnentgegen, deren alleinig erhaltene unterste Mauertheile unter Bergenvon Schutt und Erde tief begraben liegen, wodurch schon der sichereBeweis gegeben ist, dass sich ein vielstöckiger sehr bedeutender Hochbauüber ihnen erhoben hatte, was übrigens auch schon aus der enormenDicke der Mauern und den geringen Zwischenräumen, die sie trennen,unzweifelhaft hervorgeht; man sieht deutlich, diese Gänge, die bei einerLänge von dreissig bis vierzig Meter zuweilen nur sechs bis sieben MeterBreite haben, sind nicht durch die Zweckmässigkeit der Raumvertheilungbedungen, sondern gleich jenen Favissae der Substruktion, auf denen siestehen, aus einer konstruktiven Idee hervorgegangen, nämlich aus derAbsicht, durch sie einen vielgegliederten Terrassenbau vorzubereiten, dereinen der Quadratform sich annähernden sehr geräumigen Hofraum um-geben sollte. Ueberall findet sich dieser Hofraum als Mittelpunkt der ihnumgebenden mehrfachen Umgürtung von Mauern, die bis zu fünf Meterund mehr Stärke haben, und gegen ihn gerichtet entwickelt sich diegrösste Pracht der noch erhaltenen architektonischen Ausstattung. Allediese Mauern sind nun innerlich und äusserlich inkrustirt und zwarzeigt sich an den bedeutendsten Ueberresten dieser Art schon diejenigezusammengesetztere Anwendung des Prinzipes der Wandbekleidung, dieich oben, in dem Exkurse über die Tapezierkunst der Alten, als eineUeberwucherung desselben bezeichnete. Man muss sich diese Räumedenken als solche, die ursprünglich, d. h. nach alter chaldäischer Modeund Tradition, mit Stuck, glasirten Ziegeln, mit Holzgetäfel oder sonst
1 An anderen Stellen fand man auch zwischen den Thürpfosten die Ueberreslestarker gegossener Metallplatten, die als Schwelle gedient hatten. Eine dergleichensieht man derzeit im britischen Museum.