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Der solcherweise künstlich gewonnene Berg beherrschte die Ebeneund war oben zu einem zinnenumkrönten Plateau abgeflacht, auf welchemdie prachtvollen Paläste der Könige, die Tempel und Grabespyramidensich in unregelmässiger Gruppirung nach Gesetzen, die wir nicht leichtmehr erkennen können, wohl auch nach Willkür und Einfall der auf ein-ander folgenden Generationen, die durch Jahrhunderte hindurch an ihremAufbau thätig waren, emporthürmten.
Verweilen wir zuerst einige Augenblicke bei der Fussbodentäfelungdieser künstlichen Plattformen, die für unser Thema nicht ohne Interesseist. Sie war der Regel 1 nach in dem Inneren der Räume, sowie an denStellen, die muthmasslich unbedeckt blieben, aus gebrannten Ziegelnvon verschiedener Härte und Farbe ausgeführt. Die einzelnen Ziegelsind vollständig quadratisch und haben (zu Chorsabad ) vierzig CentimeterSeitenlänge bei zehn Centimeter Dicke. Die Art der Pflasterung ist fol-gende : zuerst eine Unterlage von ungebrannten Lehmziegeln, daraufeine Lage gebrannter Ziegel in Erdpech verlegt.
Man fand häufig nahe den Eingängen unter diesem Fussbodenkleine, mit Platten verdeckte Vertiefungen, welche thönerne Götzenbilderenthielten.
Grosse, in die Fussböden der inneren Räume eingefügte Kalkstein-tafeln mochten die Orte bezeichnen, wo Throne, Bildsäulen oder andereGegenstände der inneren Ausstattung des Raumes aufgestellt waren.
Andere Räume waren ganz mit Alabasterplatten ausgelegt, derenjede eine Inschrift hatte, in welcher die Titel, die Genealogie und dieThaten des Königs aufgezeichnet waren. Gleiche Inschriften finden sichaber auch auf den Rückseiten derselben Platten, sowie auf den Rückseitender gebrannten Ziegel, so dass ihr Vorhandensein durchaus nicht beweist,dass sie den letzten Schmuck und die sichtbare Oberfläche des Fussbodensbildeten. Diess hätte der sonstigen Pracht, die wir noch jetzt an denGemächern wahrnehmen, so wenig, wie den Nachrichten der alten Autorenentsprochen, die keine Gelegenheit versäumen, um gerade den ausneh-menden Luxus der Assyrier, Babylonier und Perser in Teppichen undgoldbelegten Fussböden im Gegensätze zu den griechischen Estrich-parquets hervorzuheben. Entweder waren die mit Tafeln belegten Ge-mächer nur Nebenräume untergeordneten Ranges, oder ihr Fussbodenmusste ehemals mit Teppichen, vielleicht sogar mit vergoldeten Metall-
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