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britischen Museum. Ein sehr altes Beispiel getriebener etruskischerMetallarbeit mit Thierkämpfen im Museum von Innsbruck . Ihr Stil istsehr alterthümlich; geflügelte Thiere mit Menschenantlitz, Thierkämpfe,Jünglinge mit Schwänen, Gorgonen, vor allem häufig der FischgottOannes oder Melikertes, füllen die durch verzierte Nähte getrenntenKompartimente des Metallüberzugs. Diese flach erhabenen Bildnereientragen nicht nur den allgemeinen Typus der asiatischen Kunst, auch dieGegenstände, z. B. die Fischmenschen und die Sphinxe sind in allemEinzelnen identisch mit denen auf dem Epistyl des Tempels von Assos,nur dass der hellenische Bildhauer bereits dem ihm unbekannten unthätigenFischgott Oannes etwas zu thun gibt, ihm eine Geschichte andichtet undeinen vielgestalteten Proteus aus ihm macht. An andern Bronzestücken
Hetrurisches Thor.
und Friesen zeigen sich auch Festgelage und Kentauren gerade in derWeise wie am Tempel, — und genau dieselben Gestalten finden sichauf den Füllungen gewisser Steinthore, die den Verschluss der GräberHetruriens bildeten, von denen mehrere zu meiner Zeit bei Corneto , jederVerstümmelung preisgegeben, auf der Nekropolis des alten Tarquiniizerstreut lagen. Die beistehende Skizze gibt eins von diesen Bruch-stücken, das ich damals in mein Skizzenbuch aufnahm.
Niemand trägt einen Augenblick Bedenken, in den bronzebeschla-genen Holzthoren der etruskischen Häuser und Tempel die Vorbilderdieser Steinthorflügel zu erkennen; eben so sicher ist aber auch jenerArchitrav von Assos, sind jene lykischen Epistyle, deren Skulpturen ja,wie gezeigt wurde, im Charakter, in der Behandlung und selbst in derDarstellung mit den erwähnten etruskischen beinahe identisch zu nennen,