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1 (1878) Die textile Kunst für sich betrachtet und in Beziehung zur Baukunst
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Textile Kunst. Das eigentliche Griechenland . Allgem. Betrachtungen. 4 ^\

Urzopf in voller Blüthe und Glorie, der scheinbar naturwüchsig ursprüng-lichen Einfachheit des dorischen Stiles unmittelbar vorangehend!

Was sind nun diese marmornen Säulenschäfte mit ihrer allgemeinenSchmuckdecke, mit schwach vertieftem und schwach erhabenem Zickzackund Spiralenornament, mit gleichverzierter tief unterschnittener Basis, an-deres als Metallsäulen in Marmor ausgeführt, nämlich Säulen aus getrie-benem Metalle? Das gleiche Prinzip der Ornamentation zeigt sich anallen frühen getriebenen Metallarbeiten der gesammten grossen asiatisch-europäischen Menschenfamilie, wo sie nur immer metällarbeitend wirksamwar, von den Kelten und Germanen bis zu den Assyriern und Phönikiern.Es ist auch das eigenste Erbtheil und Familienmerkmal aller indo-germanischen Töpferei bis zur Erfindung der Töpferscheibe , 1 welche bei

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Mykenische Topfscherben.

den Völkern, wo sie eingeführt ward, eine Umwälzung sowohl in denFormen wie in dem Systeme der Ornamentation, die nicht mehr plastischwar, hervorrief, die auch auf die Baukunst rückwirkte. Die Römer aberbeharrten, wie ich zeigen werde, selbst nach der Einführung der Scheibegetreulich bei dem alten plastischen Ornamente, es nach den Mitteln, diesich nun darboten, umbildend, und diese Tradition behält auch in derrömischen Architektur, im Gegensatz zu der griechischen, ihren Ausdruck.Wie die Säulen sind auch die grünen, weissen und rothen Marmorplatten,die als Antepagmente (Gewände) in mehrfachen Bahnen rings um die

1 Vergl. hierüber die Memoires d’Archeologie comparee Asiatique, Grecque etEtrusque in den Memoires de Tlnstitut de France tom. XVII. 2 me partie pag. 80, Diediesem Aufsatze beigefügten Darstellungen mykenischer Topfscherben habe ich zu dembeistehenden Holzschnitte benützt.