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Viertes Hauptstück.
Thür des Atridenmonumentes herumliefen, 1 mit Schilden, Wellenlinien,Agraffen und Rosetten reichlich geschmückt, oder vielmehr vollständigdamit überdeckt. — Ueberall dasselbe Bekleidungsprinzip, nur die Stoffeverschieden. Das Dauerhafteste, der Stein, mitunter die Terrakottaplatte,blieb übrig, das Vergängliche ist verschwunden und war desshalb fürden „Besonnenen “ niemals da. An dem jetzt besprochenen Monumentehaben sich aber zum Glück ein paar Nägel und selbstStücke der Bronzebekleidung erhalten, die das Ganze,selbst die Aussenseite, soweit sie sichtbar blieb undnicht in Erde vergraben war, mit reicher Caelatur indem Stile der steinernen Platten der Thürgewändeüberzog.
Der Tempel von Assos gab Gelegenheit zu be-obachten, wie der frühe Stil das Epistyl so darstelltals wäre der Strukturkern mit einem Antepagma vongetriebenem Metall umgeben; jetzt, bei unserem my-kenischen Thesauros zeigt sich auch die Säule unver-kennbar als Sphyrelaton, als getriebenes Metallwerkmit eingelegten Edelsteinen, wenn auch nur in skul-pirter Nachbildung. Auch die Thüreinfassung ist einPegma, was sie übrigens auch in klassischer griechi-scher Zeit immer blieb, und dessgleichen das oberstebekrönende Simswerk, nach dem was Vitruv uns vonden hölzernen Balkenköpfen des toskanischen Tempelserzählt; es ist mit Brett, Stukko , Metall oder Terra-kotta umkleidet. — So wird alles, die Stütze sowiedas Gestützte und in gleichem Grade das raum-abschliessende Glied, die Wand, nothwendig weiter,voller, pomphafter, geschmückter, als erforderlich undstatthaft wäre, wenn das unter diesen Bekleidungenversteckte Kerngerüst in der Idee des Architekten das formgebende äusser-lich sichtbare Element bildete . 2
Griechischer KandelaberSturz aus Sicilien.
1 Die Restitution durch Donaldson in den Antiq. of Athens Suppl. pag. 25 lässtgerade diese Thürumfassungen unbekleidet, obschon eine doppelte Vertiefung, die ringsherumläuft, deutlich genug den Zweck verräth, wesshalb sie ausgehauen wurde, näm-lich zur Aufnahme der genannten Marmorfriese.
2 Pausanias sah das von dem Tyrannen Myron zu Olympia gestiftete Schatzhausmit zwei Gemächern, eins von dorischer und das andere von ionischer Bauart, beideaus Erz (Mitte des VII. Jahrhunderts v. Ghr.). Ein Erzbau war ferner der Tempel der