426
Viertes Hauptstück.
Staffelmalerei so ganz verschieden war. Der grossartigen Tendenz dieserWerke war der Rahmen eines in die Stuckwand gesenkten Bildes zubeengend, diess Drama bedurfte des Raumes der ganzen Wand, um sichzu entfalten, soweit diese zwischen dem dunkler gefärbten um die Mauerherumgezogenen Sockel und dem entsprechenden Friese unter der Stroteren-decke neutrales Gebiet darbot . 1 Auf diesem Felde war das Hauptbildteppichartig in Abtheilungen scheinbar aufgespannt und mit Säumen um-schlossen, gerade wie die Darstellungen auf den Pansen und zwischenden Füssen und Hälsen der Amphoren und Krateres aus Korinth undAthen , die gleichzeitig mit jenen Wandgemälden entstanden sind undeinen Schatten ihrer Grösse und Schönheit reflektiren.
Theil des Durchschnittes vom Theseustempel.
Ueber die Distribution dieser Bilder finden sich in Pausanias einigeinteressante Andeutungen, die das Gesagte nur bestätigen.
Die Poikile zum Beispiel bestand aus drei Wandflächen, auf jederwaren drei Bilder enthalten:
1 Der für Malerei vorbereitete Raum im Innern des Theseustempeis beginntunmittelbar über dem aus hochgestellten Platten bestehenden Sockel der Mauer understreckt sich über demselben bis auf die Höhe von sechs Steinquaderschichten. Ichwiederhole diess als ein Datum, für dessen Richtigkeit ich einzustehen vermag, weildie lettres d’un antiquaire von Letronne eine Mittheilung von Thiersch über diese viel-besprochene Stuckbekleidung der innern Cella des genannten Tempels enthalten, dernicht mit der mehligen übereinstimmt. Zur Erläuterung meiner Angabe gebe ich bei-stehende Theile eines Durchschnittes des Theseustempeis, den ich an Ort und Stelleauftrug.