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1 (1878) Die textile Kunst für sich betrachtet und in Beziehung zur Baukunst
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Viertes Hauptstück.

Die Rückkehr zu einfacheren oder geregelteren Sitten und ein ihrentsprechendes höheres Kunstbestreben nach Domitian war von nur80 jähriger Dauer (vom Ende des zweiten bis gegen das Ende des drittenJahrhunderts), worauf der Orientalismus, seine Dämme durchbrechend,um so verderblicher den Sitz der römischen Monarchie überfluthete.

Der syrische Luxus enthebt sich nun immer mehr der Schrankendes ihm antipathischen Schönheitsgesetzes der Hellenen, das bisher nochseine schwankende Herrschaft über die Stofflichkeit behauptet hatte, dabeilockert sich das Band, welches die technischen Elemente der Architekturzu gemeinsamem Kunstwirken zusammenhielt, immer mehr; die Wandlöst sich gleichsam von der Mauer ab und diese wird zur Deckenstütze.Zugleich hört Bildnerei und Malerei auf, Kunst zu sein, in Folge dessennur immer gieriger für den fehlenden Kunstgenuss der Genuss des stofflichSchönen und sinnlich Reizenden gesucht wird.

Aller hierher gehörige Stoff ist in dem Buche peintures antiques etc.von R. Rochette zusammengetragen, wo neben den Citaten alter Schrift-steller und den Funden auch die Titel aller alten und neuen Schriften,die diesen Gegenstand betreffen, gefunden werden können, wesslialb ichden Leser, anstatt mit entlehnten Citaten zu prunken, einfach auf diesesgelehrte Werk verweise.

§• 85.

Christliches Zeitalter. Westliches Reich.

Wie das weltliche Kaiserthum im Scheiden begriffen war, schlichsich die neue, leise und langsam im Verborgenen gross gewachsene, Ideeder spiritualistischen Weltherrschaft hinein in das weite Haus des sterbendenWeltriesen. Constantinus Magnus, der ärgste Feind dieser Idee, obschonihn die katholische Kirche als Heiligen anerkennt, eine Idee, deren künftigeGewalt er durchschaute, wollte sie sich unterwürfig, wollte ihren Geistzu der Verjüngung des weltlichen Kaiserthumes sich dienstbar machen,welcher grossartige Plan durch die Schuld seiner Nachfolger, vielleichtauch durch die unbezwingliche Gewalt der Verhältnisse, für die bestewestliche Hälfte des Reiches vereitelt wurde. Hier im Westen betrat dieneue Weltherrschaftsidee, die spiritualistische Roma, nach vielen Wechsel-fällen und Kämpfen wirklich das Erbe des Reiches, zog sie in das Hausder Cäsaren nicht als Sklavin (wie im Osten), sondern als Herrin. Wiesie sich in diesem Erbe einrichtete, wie der Spiritualismus, gemäss der