Christoph Jetzler.
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hatte er eine sehr angenehme und erfolgreiche Wirksamkeit. „Vondem berühmten Professor Jetzler", schrieb Joh. Georg Müller„lernte ich Mathematik und war in derselben nicht ungeschickt, ob-schon sie nie meine Passion wurde; was mir aber viel werther ist,ich drang ganz in seinen feurigen Patriotismus ein; und wennich jemals meinem Vaterlande einen patriotischen uneigennützigenDienst gethan, so ist es dem Einfluß seines herrlichen Beispielszu danken, wodurch der große Mann immer am tiefsten wirkt.Jedes ermunternde freundliche Wort, hoffnungsvollen Jünglingengesagt, bleibt ewig und es fällt nichts aus die Erde. Kein Ge-danke ermuntert mich so sehr zur Treue gegen die mir anvertrauteJugend. Mehr als irgend einer meiner übrigen Lehrer liebte ichdiesen unvergleichlichen Mann mit der feurigsten Wärme, undVertheidigte ihn oft fast mit unbesonnenem Muthe gegen viel älterePersonen, da er eine Menge Feinde in der Stadt hatte. Er be-hielt Zutrauen und Liebe zu mir, die er sonst fast gegen alleMenschen verloren hatte, bis an sein von mir beweintes Ende."Und der nachmalige Antisteö Johann Wilhelm Veith sagte ^s.-„Anno 1775 übernahm Jetzler das Professorat der Mathematik,und verband Anno 1778 mit diesem das der Physik. Was er andiesen beiden Stellen wirkte, davon seyd ihr Alle Zeugen, ihrnoch lebenden Schüler des Edlen! Sein ihn so wohl kleidenderErnst, so oft mit der liebenswürdigsten Munterkeit verbunden, derkatonische Blick, mit dem er alles Schiefe und Niedrige nieder-donnerte, die treffliche Manier, in welcher er Licht und Klarheitüber die dunkelsten Gegenstände zu verbreiten verstand, — seinegründliche Gelehrsamkeit, seine practische Weisheit, das Leben,,das Licht, das er in den trockensten Stoff zu legen wußte, wiefesselte es unser Herz an den großherzigen Lehrer , wie hingen wirgleichsam an seinem Munde? Alles was Müthwille und LeichtsinnNärrisches und Albernes bei schwachen Lehrern versuchte, das wagtesich in das stille Heiligthum der Wissenschaften nicht, wo der ernste
2S> Der Bruder des berühmten Geschichtschreibers Johannes v. Müller, welcherebenfalls große Stücke auf Jetzler hielt. Vergl. Note l7.
26) In der Note l citirten Biographie.
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