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zu werden, zumal die von Münster zur Aufnahme einer Gegend beliebte Methode schon bei Be-sprechung s. Vorarbeiten von 1528 und 1537 behandelt worden ist 1 ); dagegen bleibt noch von«len 24 beigegebenen Landtafeln diejenige zu erwähnen, welche die Schweiz beschlägt: Sie führtden Titel „ Die erst tafel des Rheinstroms, inhaltende die Eidtgnoschafft oder Schweizerlandt, Bodeu-See « Schwurt/,wähl, Eisass und Brisgöw“, und unterscheidet sich von der zuvor beschriebenen inMaassstab, Anlage und Detail gerade um so viel, dass sie nicht als Copie derselben und doch auchmellt als eine irgendwie wesentlich verbesserte neue Auflage angesehen werden darf 2 ). Nach Nor-den greift sie etwas weiter in Deutschland ein, während sie dagegen nach Süden schon mit Beilenzabschliesst, — die Parallelkreise der frühem Karte fehlen, — dagegen ist die Terrainzeichnung einbischen besser und die Anzahl der aufgenommenen Ortschaften ein wenig grösser. — Die zahl-leichen spätem und in allen möglichen Sprachen veranstalteten Ausgaben der Cosmographie zeigenda und dort kleine Verbesserungen, welche jedoch für gegenwärtigen Zweck nur untergeordnetesInteresse haben, da sie bereits in eine Zeit fallen, aus der überhaupt schon bessere Arbeiten vor-Üegen; es mag so nur beiläufig noch die Bemerkung Platz finden, dass in denselben dem Textenoch Skizzen vom Wallis , vom Genfer-See, vom Wiflispurger-Güw, etc. eingefügt sind, welche muth-masslich Ergebnisse einer 1546 von Münster in jene Gegenden unternommenen Reise waren, —ferner eine „Basiliensis Territorii Descriptio nova“ 3 ), — und zum Schlüsse endlich soll noch derKuriosität wegen des Eindruckes gedacht werden, welchen die Gebirge auf unsern Reisenden macli-fen, so z. B. der damalige Weg über die Gemmi. „Diser Weg geht nicht stracks hinauff“, erzählt’ »denn es were unmüglich solcher weiss zu ersteigen, sondern krümpt sich hin und wider zurLinken und zur Rechten mit kleinen und gantz schmalen Gängen: so einer neben den Weg hinab-siehet, koinpt jlun ein grawsame Tieffe entgegen, die kaum ohn Schwindel dess Haupts mag ange-tdickt We rden. Ich weiss wol da ich auss dem Bad auff den Berg stig, den zu besichtigen, zittertmir mein Hertz und Bein.“
11. Johannes Stumpf. Zu Bruchsal dem Bürgermeister Hans Stumpf im Jahre 1500 geboren,besuchte Johannes Stumpf, nach dürftigem Vorunterrichte in Bruchsal und Durlach , die höhernSchulen in Strassburg und Heidelberg , wurde 1520 in den Johanniter-Orden auf'genommen, und kam1522 als Prior in das Johanniterhaus Bubikon , zugleich den Pfarrdienst in dem benachbarten Dorfeübernehmend. Mit Zwingli bekannt geworden, schloss sich Stumpf bald enge an ihn an, setzte s.Wirksamkeit in Bubikon als reformirter Pfarrer fort, und verheirathete sich 1529 mit Regula Brenn-"ald, durch deren Vater, Heinrich Brennwald 1 ), er sodann für historische Studien gewonnen wurde.Stumpf setzte letztere auch noch in Stammheim, wohin er 1543 als Pfarrer versetzt wurde,mit grossem Eifer fort, und vollendete daselbst 1547 die s. Namen auf die spätesten Zeiten brin-gende Schweizer-Chronik, mit welcher wir uns sofort zu befassen haben werden. Im Jahre 1562
esignute er wegen Altersbeschwerden s. Pfarrei, siedelte nach Zürich über, dessen Bürgerrecht er
chon lange vorher in Anerkennung s. grossen Verdienste geschenkt erhalten hatte, und starb da-rbst 1566 2 ).
probst^ y ^ Heinrich Brennwald von Zürich (1478 —1551), Sohn des Bürgermeisters Felix Brennwald und letzter Stifts-über St 10 m ^ ra °k- Er schrieb eine bis 1509 fortgebende helvetische Chronik. — 2) Vergl. für eingehendere Nachrichtenunrpf das Iseujahrsblatt der Stadtbibliothek in Zürich auf 1836.