KÜNSTLERISCHE THÄTIGKEIT BIS Z. J. 1432.
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Brügge nach dem Schlosse Hesdin , wo Herzog Philipp sichmit der Anlage von Gärten und künstlichen Wasserwerkendie Zeit vertrieb. 1 Jedenfalls hat die Vollendung des GenterAltarschreines ihn vorzugsweise in Anspruch genommen.
Sie zog sich bis zum Jahre 1432 hin, gestattete dem Künstleraber doch ausreichende Müsse, in demselben Jahre noch einanderes Bild, die Madonna von Incc Hall 2 zu malen.
Auch bei Jan van Eyck stossen wir auf die merk-würdige Erscheinung, dass sich Proben seiner künstlerischenThätigkeit nur aus seinen späteren Lebensjahren erhaltenhaben, obschon über seine Fruchtbarkeit und sein behendesWesen als Maler nicht der geringste Zweifel besteht. Eineinziges Gemälde ist bekannt, welches aus der Zeit, ehe Janin die Dienste des Herzogs trat, herrühren soll: die Bischofs-'
Ohatsworth
weihe des Thomas .Becket , angeblich von dem Herzoge von Thomas
Decket.
Bedford dem König Heinrich V. geschenkt, und jetzt im Be-sitze des Herzogs von Devonshire in Ohatsworth. Auf dergemalten Einfassung der Tafel steht folgende Inschrift:
„JOHES. DE GYCK. FECIT+AAO. MCCCC. ZI30 OCTOBBIS.“
Unter einem ovalen, in den Ecken heraldisch (kreuzweise
1 “A Johanne Deik, paintre, quoM. S. a samblablement ordonne luyestre baillie et döliure comptant, pourestre venu, par son commandementet ordonnance, d£s sa ville de Brugesä Hesdin, deuers lui, auquel iieu ill’auoit mand6 pour aucunes besoignesesquelles il le vouloit employer. Pource et pour son retour, comme appertpas sa quictance sur ce rendue... XIXfrancs. Compte de Jelian Abonnel,dep. le 1 Janvier 1430, jusqu’au31 Dec. 1431. Be Baborde, BesBucs de Botirgogne, u. s. Vol. Bp. 257.
Dass Jan van Eyck ein Haus inBrügge kaufte, beweisen die Grund-bücher von S. Donatian in Brügge :„Receptum anno 1430 in certis red-ditibus novi libri infra villam in officio
S. Nicolai. Johannes Van Eyck XXXsol. par. “Be Stoop, Moniteur XJni-versel. Dec. 1847 Nr. 335. Carton,Ann. de la soc. d’eniulation deBruges. tom, V. sec. 2. Nr. 34, p. 271.Weale hat nach genauerer Prüfunggefunden, dass Jan das (Rue de lamain d’Or. E 15. Nr. 7 bis gelegene)Haus 1432 kaufte. Weale, Notesswr Jean v. Eyck. p. 6.
2 Von Mander sagt: „Nao datJohannes de Tafel te Glient voldaenhatte heeft liy weder zijn wooninghegliehouden te Brugghe.“ Darauskönnte man schliessen, dass Jan sich1430 und wieder 1431—32 zu Gent aufgehalten habe. Ebenso gut konnteaber auch Lille sein Wohnort ge-wesen sein.