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MAB. IN BURREIGH-HOUSE.
capitälen der Arcaden, an welchen der Reliefschmuck imverjüngten Maassstabe vollendet nachgeahmt erscheint.
Die Reihe der Vorzüge der Madonna von Burleigh-house ist damit noch nicht zu Ende. Die Harmonie derFarben verdient ebenso sehr hervorgehoben zu werden A wiedie anmuthige Haltung der beiden Frauen und der würdigeErnst des Mönches. Die Frauenköpfe, gefällig und zierlichin Form und Ausdruck, erinnern an das Gefolge der h. Bar-bara auf dem rechten Flügel des Genter Altars. Der Mönchist ein vortreffliches Naturstudium, der feine Kopf desselbenfesselnd, mag man vom Totaleindruck oder von der Aus-führung im Einzelnen ausgehen, Und auch der Typus desChristkindes ist, die hei den Eycks übliche Auffassung gött-licher "Wesen einmal zugegeben, entschieden zart, holdseligund kindlich. Kur in der gedrungenen quadratischen Formdes Körpers, in den etwas schweren Fleischfalten, in derMagerkeit der Glieder und Dicke der Gelenke entdecktman die Keime jener Mängel, welche während der letztenJahre des Meisters auf grösseren Darstellungen gleichenInhaltes wiederkehren. Charakteristisch ist auch die Kürzeder Hände. Bei dem Mönche könnte sie aus der wört-lich treuen Nachahmung der Natur erklärt werden, da sieauch hei der Madonna und der h. Barbara wiederkehrt, somuss sie auf eine absichtliche Abweichung von der sonstbeobachteten Kegel zurückgeführt werden. Die Umrisse hatder Künstler fest und sicher, ohne alle Hast gezogen, denFaltenwurf frei von eckigen Brüchen gehalten, ihm sogareinen breiten Fluss, eine zierliche Form gegeben. Demreichen, wohl abgewogenen Colorit der Gewänder stehendie leuchtende, die fein modellirenden Fleischtöne eben-bürtig zur Seite. Der Farbenauftrag ist überall fest, jaunbedingt meisterhaft. 1
vlämisclier Sprache auf der Rück-seite des Bildes gibt diese Ver-sicherung. Bie ältesten Chronisten