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BrüggePort, seinerFrau.
gothischer Thurm (der Thurm ist das ihr zugehörige Emblem),die hügelige mit Bäumen bepflanzte Landschaft weithin über-ragend. 1
Aus dem folgenden Jahre 1438 stammt der Christus-kopf in der Berliner Galerie, keineswegs den besten Bei-spielen des Eyckschen Stiles beizuzählen, aber ein interessanterBeweis für die enge Verbindung der beiden Brüder. Offen-bar hatte Jan van Eyck , als er diesen Christuskopf schuf,den Himmelskönig Hubert’s auf dem Genfer Altäre vorAugen. Dasselbe Alter, die gleiche Würde und Unbeweg-lichkeit des Ausdruckes offenbart der Berliner Kopf, der,nebenbei gesagt, bestätigt, dass die Künstler des fünf-zehnten Jahrhunderts, wie jene des Mittelalters zwischendem Typus Christi und Gottvaters nicht strenge unter-schieden, und die Meinung, dass auch auf dem Genfer AltarChristus thronend dargestellt sei, wesentlich unterstützt.Das Urtheil, dass der ältere Bruder in der Verkörperung desGottesideal Besseres leistete, wird keinen Augenblick schwan-ken. Jan war unfähig, seinem Kopfe die grossartige ruhigeWürde aufzuprägen, welche die Gestalt auf dem Genfer Altarauszeichnet und hat in diesem Falle seine Kraft über-schätzt. 2
Ungleich anziehender ist das Portrait seiner Frau ausdem Jahre 1439 in der Akademie zu Brügge . Geschmeichelt
i Antwerpen , Museum Nr. 410.Holz. 0,32 h. — 0,19 br. Auf
dem Ralimen steht: JÖHES I)EEYCK ME FECIT. 1437. Vielleichtist es dasselbe Bild, welches vanMander (p. 203. echt. 1617. Bl. 126)beschreibt: „een vrouv-mensch meteen Landtschapken achter“ und imBesitze des Lucas de Heere angiebt.Es gehörte den bekannten Buch-druckern Enschede in Harlem , welchedarnach 1769 einen Kupferstichmachen Hessen . Im .1. 1786 ver-kauften sie es an einen Kunsthändler
C. Yver, von welchem das Werk indie berühmte Sammlung Ploos vanAmstel überging. Nach dem Todedes Letzteren erwarb es für 35 GuldenHr. Oyen, dessen Wittwe es 1828an Ertborn veräusserte, mit dessenGalerie es durch Legat an das Ant-werpener Museum überging. EineZeichnung zu dem Bilde besitzt dasMuseum in Lille .
2 Berlin , Museum Nr. 528. Holz.V 7 V 2 " h. — 1' 3" bi - . Signirt:„Johes de Eyck me fecit et cplevitanno 1438, 31 Januarii.“ Aus derSammlung Solly erworben.