MADONNENBILDEB.
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hat er in keiner Weise und was seine unerbittliche Wahr-heitsliebe nicht that, fügte obendrein die hässliche Trachthinzu: die von Haaren entblösste, von zwei schmalen Hörnernverunstaltete Stirn. Meisterhaft bleibt die bis in das Kleinstevollendete Ausführung, welche sich in der wunderbar leben-digen Hand zur höchsten Wirkung steigert . 1
Die Madonna mit dem Kinde aus der Ertbornschcn A ‘„ lU T ri ' cnSammlung in Antwerpen dürfte derselben Zeit entstammen.
Weder der röthliche schwere .Farbenton, noch die hartenUmrisse, und die verkümmerte Gestalt des Christuskindeskönnen unser Interesse wecken. Bei aller Feinheit derAusführung, die sich auch hier nicht verleugnet, würde dasBild uns daher ziemlich gleichgültig lassen, wenn es nichtund zwar das einzige Mal eine Wechselbeziehung zwischender Schule von Brügge und jener von Köln verriethe. BeiHubert war eine solche Berührung auch nicht in der leise-sten Spur wahrzunehmen, auch Jan hält sich sonst ganzfrei vom kölnischen Einflüsse. Nur in dieser AntwerpenerMadonna, so scheint es, hat er sich der Kölner Kunstweisegenähert, sogar ein bestimmtes Kölner Werk als Musterangenommen: die sogenannte Seminarmadonna in Köln ,welche in überlebensgrossen Verhältnissen die Maria mitdem Christuskinde auf dem Arme vor einem Teppichestehend schildert . 2 Jan van Eyck ordnete nicht allein
1 Brügge , Museum. Nr. 2. Holz.0.32 h. — 0.26 br. Sie trägt einenoben, offenen Oberrock (houppelande)von Scharlachtuch mit grauem Pelzbesetzt, mit langen, weiten Aermeln.Her Gürtel von grüner Seide ist seinhoch gezogen. IhreKechte sclimücktderEhering. Auf dem Balimen,der dunklenMarmor nacliahmt, steht zu lesen:„Coniux meus Johannes me complevitanno 1439. 17. Junii. Etas meatriginta trium annorum, Als ikhkan.“ Das Bild wurde der Akademie1808 von Herrn Pierre van Ledegeschenkt und befand sich früher
in der Zunftcapelle der Maler undSattler (Eucas u. Eligiuscap.) in derNoorzand Straet, jetzt Cap. derSchwestern des h. Joseph.
2 Antwerpen, Museum. Nr. 411.Holz. 0.19 h. — 0.12 br. Sigmrtauf den Balunen: Als ikh kan.
JOHES DE EYCK ME EECIT +CPLEVIT ANO 1439.
Aus der Ertborn-Sammlung, früherim Besitze des Pfarrers von Dickel-venne in Ostflandern. Dem Bildeentspricht eine Schilderung in demInventare der Begentin Margaretha
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