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Geschichte der Altniederländischen Malerei / J[oseph] A[rch.] Crowe und G. B. Cavalcaselle ; Bearb. Von Anton Springer
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UND BEGRÄBNISS.

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Lambert der Sarg aus der Erde wieder genommen undin der Kirche selbst, in der Nähe des Taufbrunnensbeigesetzt. 1 Sein Testament ist im Jahre 1442 eröffnetworden. 2

Dass der glänzende Namen Jan van Eycks missbräuchlichbei Bildertaufen genannt wird, kann nicht Wunder nehmen.In den Katalogen öffentlicher und privater Sammlungenwurden ihm gar viele Werke aufgeladen, an denen er nie-mals Antheil gehabt. Theils geschah dieses aus Unkennt-niss. So zählte ehedem der Katalog der Münchner Pinako-thek mehrere Van Eycks auf, obgleich die Sammlung inAValirlieit nicht einen einzigen besitzt. Theils trug böserAVille die Schuld. Dann auch absichtliche Fälschungenkommen vor, und trügerische Datirungen und Bezeichnungen,

1 Vgl. Weale, Notes sur Jeanvan Eyck p. 15, der für das Datum:9. Juli 1440 einstellt, doch nichtvollkommen überzeugt. Die Ur-kunden, auf welchen unsere Nach-richten beruhen, sind die Capitel-reclmungen. Ihr "Wortlaut istfolgender:

„Computatio Johannis civis, cano-nici, de bonis fabrice ecclesie beatiDonatiani Brugensis, anni 1440, factacapitulo, anno 1441.

Receptum ex sepulturis mortu-orum, et redemptione funeralium.

Item. — Pro sepulture magistriJohannis Eyck pictoris XII lib. par.

Receptum ex campanis mortu-orum.

Item. — Ex campana magistri Jo-hannis Eyck pictoris XXIIII sol par. “

Aus den Capitelacten hat dannCarton noch die folgende Notiz aus-gezogen :

„Eadem die (21 Martii, 1441, orn. s. 1442) ad preces Lamberti fratrisquondam Jo. de Eyck, solempnissimipictoris, domini mei concesseruntquod corpus ipsius, quod jam sepul-tum in ecclesie ambitu, transferatur,de licentia episcopi, et ponatur inecclesia juxta fontes salvo jure anni-versarii et fabrice.“

Am Rande liest man den Vermerk:„Concessio sepulturae Johanni pic-tori.“ Carton p. 287.

2 Aus denselben Capitelrechnun-gen: „ 1442.“ “Ex TestamentoJohannis Eyck pictoris XLVIII solpar.“ Carton p. 176.

Sein Amt als Maler im herzog-lichen Haushalte wurde erst 1449wieder besetzt. Philipp der Gute übertrag es einem Daniel Daret,der aus Toumay stammte und dessenBruder Jacob mit Roger van derWeyden gleichzeitig in die Zunfteintrat. Das Patent hat sich nochim Originale erhalten und wird imk. belgischen Staatsarchive aufbe-bewahrt. Es lautet: „Audiencierde nostre chancellerie, baillife etdelivres liautement a Daniel Darestpaintre nos lettres patentes [a double]queue, par lesquelles l’avont retenutnostre paintre et varlet de chambresaux honneurs, sa^is en prendre[aucune] chose, pour le droit denostre seel montant ä cinquante-etung solz, car en faveur de luy, luyavons [donne et] quite.“ DatirtBrügge 3 Nov. 1449. Von diesemDaniel Daret ist weiter nichts be-kannt.