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JAN’S TOD
Bis zu seinem Tode scheint Jan van Eyck seine Stelleim herzoglichen Hofhalte beibehalten haben. Die letzte Ein-zeichnung in den Rechnungsbüchern des Herzogs, die vonJan van Eyck handelt, stammt aus dem Jahre 14-39, hateine von Jan an einen Miniaturmaler geleistete Zahlung zumGegenstände und nennt ihn nach wie vor: „paintre de mon-seigneur”. 1 Daraus erhellt, dass die Meinung einzelner Schrift-steller, Jan wäre bei seinem fürstlichen Gönner in Ungnadegefallen und schliesslich seines Amtes entsetzt worden, keinensicheren Boden besitzt. 2
Jan van Eyck starb in Brügge , wie ausgerechnet wurde, am9. Juli 1440; feststeht nur, dass sein Tod 1440—41 fällt.Während der Todestag selbst ungewiss, haben sich Einzeln-beiten, die sich auf sein Begräbniss beziehen, in grössererZahl erhalten. Jan van Eyck wurde auf dem Friedhofausserhalb der Kirche S. Donatian begraben. Die Kostender Beisetzung waren sehr beträchtlich und lassen auf einengrösseren Pomp schliessen; sie betrugen 12 Livr. parisis;für das Geläute wurden 24 sols parisis gezahlt. Am 21. März1441 (1442 neuen Stiles) wurde auf die Bitte seines Bruders
F
in der ,, Biographie des hommesremarquables de la flanäre orientale“von Mersseman, dass dasselbe biszum Schlüsse des vorigen Jahr-hunderts unverselirt auf dem Altärestand, zur Zeit der französischen Invasion vom Bischof in seinemPalaste zur grösseren Sicherheit auf-bewahrt, dann aber mit dem bischöf-lichen Mobiliar versteigert wurde.Seitdem kam es öfter auf den Kunst-markt, gerieth zuletzt 1861 in denBesitz eines Hr. Schollaert in Löwen.Doch will kein Kunstkener die HandJan van Eycks erkennen. Es isteine Copie, wobei es freilich auffällt,dass ein unvollendetes Bild copirtworden ist. Carton und Waagen(Handbuch der Malerei 8. 90) halfensich, indem sie an die Stelle Jan’sseinen Bruder Lambert setzten. Von
Lambert spricht aber keine Quelle,und dass er ein Maler war, müsstenoch erst bewiesen werden.
1 1438—39. Compte troisieme deJehan de Visen pour ung an entier,du 1er Janvier MCCCCXXXVIlf(1439, n. s.) au XXXI decembreMCCCCXXXIX. 1234. A Johannesvan Eicke paintre de monseigneur,qu’il avait paye ä ung enlumineurde Bruges pour avoir enluminecertaiu livre pour mondit seigneurou il y a IDLXXXII grosses lettreset XII petites. VI francs, VI sols,VI d. De Laborde, Les Ducs deBowrgogne, I. 858.
2 Kervyn de Lettenhove , Journaldes beaux arts. III. annee p. 5. undWeale, Catalogue du Musee deBruges p. 11.