APOKRYPHE BILDER.
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Innere eines Domes, in welchem ein Priester im Angesichteder Gemeinde Messe liest, die Hostie hei der Wandlungemporhebt. Wahrscheinlich ist die Messe des h. Gregoriusgemeint. Das Beste hat der Künstler in der Architekturund in dem Beiwerke geleistet. Die Umrisse der Figurenerscheinen zwar scharf gezogen, aber die Ausführung istsehr eintönig, der starke Contrast zwischen den rothenSchatten und den blassen Lichtern durch nichts gemildert.Auf der Bückseite der Tafel ist einfarbig ein Bischof dar-gestellt. 1
Die andere Tafel in Baring’s Besitze schildert denh. Egidius, wie er im Begriffe ist, seiner Lieblingshindineinen Pfeil aus dem Bücken zu ziehen. Ein Fürst, voneinem Bischof begleitet, knieet daneben und erfleht vomHeiligen Verzeihung für die Tödtung des Tliieres. In derBewegung der Gestalten, in der Zeichnung, in den kurzen,etwas zusammengezogenen Händen herrscht offenbare Ver-wandtschaft zwischen den beiden Bildern, doch hat in derEgidiustafel die Farbe mehr Körper und einen kühlerenTon. Den letzteren Umstand erklärt vielleicht die Weg-nahme einer röthlichen Lazur, mit welcher die Nachfolgervan Eyck’s die Fläche zu überziehen liebten, um auf dieseArt die Kraft des Colorits zu erreichen, wofür dem Meisterandere Mittel zu Gebote standen. Auf der Bückseite dieserTafel ist der h. Petrus braun in braun gemalt . 2 Dass die bei-den Tafeln einzelne technische Unterschiede zeigen, darf nichtden Glauben an ihre Zusammengehörigkeit erschüttern. Beiden Schülern van Eycks kann man nicht selten einen Wechselder Technik auf einem Bilde beobachten. Schon die gleichenMaasse beweisen, dass die beiden Tafeln Theile einesTriptychons bildeten, und die stilistischen Aelinlichkeiten
1 Dudley-house, ehemals in Egyp-tianHall. Holz. 23 , /s"h— 17-y.i"br.mit einem Monogramm auf der Rück-seite, welches einem P ähnlich ist.
Cr owe, Niedorläncl. Malerei.