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DAS BREVIER GRIMANI.
M ^" d der Meire zuzuschreiben, möge sich noch eine Verkündigungkündjgung.j m Madrider Museum, angeblich von einem Schüler vanEyck’s, anreihen. 1
Das Thätigkeitsfeld Gerard’s würde eine .gewaltige Aus-dehnung gewinnen und seine künstlerische Persönlichkeitungleich klarer erkannt werden, könnte man ihm mitinnerer Wahrscheinlichkeit einen Antheil an dem berühmtenBrevier „Breviere des Cardinais Grimani“ in der Marcusbibliothek.rimams. ^ y cnc( [jg zusprechen. Dieses Prachtwerk von 831 Perga-mentblättern in gross Quart mit 110 Miniaturen, welche oftdie Grösse eines ganzen Blattes einnehmen, wird zuerst imJahre 1521 rühmend genannt. Ein anonymer Beisender,welcher die in Oberitalien befindlichen Kunstschätze auf-suchte und in einem Verzeichniss zusammenschrieb, sahden Codex im Palaste des Cardinais Domenico Grimani inVenedig und erzählt, dass „Juan Memelin, Girardo de Guantund Livieno dAnversa“ an der Ausschmückung desselbenthätig waren. 2 Ist unter dem „Girardo de Guant“ derGerard van der Meire gemeint? Der Letztere kann mitMemling wohl gemeinsam gearbeitet, schwerlich aber, nachden Lebensdaten zu schliessen, eiii von diesem begonnenesWerk fortgesetzt haben. Der „Livieno dAnversa“, ohneZweifel mit Lievin de Witte identisch, ist ein Künstler dessechszehnten Jahrhunderts. Da nun der Name Gerard nichtallein in Gent dasteht, ein berühmter Miniaturist, der seitdem Ende des fünfzehnten Jahrhunderts bis 1533 thätigwar, Gerard Horenbaut, gleichfalls Gent angehört, so sprichtdie grössere Wahrscheinlichkeit für diesen als den Malerder Miniaturen im Grimanisclien Brevier.
Ausser Gerard van der Meire nennt die Kunstgeschichteauch seinen Bruder Jan van der Meire als Maler. Esmuss aber gleich bemerkt werden, dass wir dafür keine