JAN YAN DEK MEIBE.
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frühere und bessere Quelle als einen Schriftsteller des vorigenJahrhunderts besitzen. Immerzeel in seiner „Hollandscheende Ylamsche Konst“ erwähnt diesen Jan in folgenderWeise: „Er war gleich seinem Bruder ein Schüler der beydenvan Eyck und malte unter anderen Bildern für Carl denKühnen eine Tafel, welche die Gründung des Ordens desgoldenen Vliesses schilderte. Dieser Künstler war am Hofedes letzten burgundisclien Herzogs hoch geschätzt und folgtediesem auch immer in das Feld. Er starb zu Nevers 1471.“ 1Woher Immerzeel diese Nachrichten schöpfte, ist nicht be-kannt. Immerhin bleibt es auffallend, dass ein Maler gleichenNamens in dem Register der Antwerpener Zunft 1505 vor-kommt. 2 Jan van der Meire wird als der Meister zweierverlorene Werke, des Martyriums des b. Lievin und desTodes des li. Bavon in der Abtei St. Bavon ausgegeben. 3
Der Namen van der Meire oder van Meire, sei zumSchlüsse bemerkt, kommt in Gent im Laufe des vierzehntenund fünfzehnten Jahrhunderts häufig vor. Die Zunftregistergeben Kunde von mehreren Malern dieses Namens, welchevielleicht zu einer Familie gehörten, aber auch einander ganzfremd gegenüberstehen konnten. 4 Ein Baldwin van Meire wurde1370 freigesprochen, 1374 als Schiedsmann eingeschworen,1375 und 1383 zum Dechant erwählt. Huughe van Meireerwarb das Meisterrecht 1375. Gillis van der Meire tratin die Zunft 1403 und wurde Schiedsmann 1409 und 1417.
Hugo van der Meer wird 1413 als Meister, 1421 alsSchiedsmann genannt. Im *J. 1436 wurde ein Jan van derMeire (vielleicht dieselbe Person, welche alte Schriftstellerals den Bruder Gerard’s bezeichnen) freigcsprochon. Er warein Sohn des Gillis van der Meire. 1447 und 1457 treffenwir ihn als Geschworenen, 1473 und 1477 als Dechant an.
1 Immerzeel, Hollandsche ende 3 Busscher s. o. p. 167.
Vlamsche Konst p. 212. 4 Ebendort, p. 187, 218.
2 Reiffenberg, De la peinture sur
verre aux Pays Bas. Brux. 1832.
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